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Unbekannter Mann mehrfach in Wuppertaler Kita gesichtet

Versuchte Entführung? : Unbekannter Mann mehrfach in Wuppertaler Kita gesichtet

Ein Fall sorgt für viel Empörung im Netz. Doch die Polizei sieht zunächst keine Anzeichen einer Straftat.

Der Post einer Wuppertalerin in Sozialen Netzwerken sorgte am Wochenende für Aufregung. Sie suchte nach einem Mann, der am Freitag zur Abholzeit im Außenbereich des eingezäunten Kindergartengeländes am Mastweg gewesen sei, und versucht habe, ihre Tochter zu entführen. Eine große Anzahl von Reaktionen auf die Posts bei Facebook und beispielsweise bei Instagram zeigten das große Interesse. Das Fernsehen berichtete.

Der Polizei ist der Fall am Mastweg bekannt: „Wir nehmen das ganze sehr ernst, auch wenn wir zum aktuellen Zeitpunkt keine konkreten Hinweise auf Straftaten zum Nachteil von Kindern vorliegen haben.“ Polizeisprecher Stefan Weitkämper berichtet, dass am Sonntag eine Anzeige gegen Unbekannt vorgelegt wurde. Ein unbekannter Täter solle sich bereits am Donnerstag mehrfach vor den Kindertagesstätten aufgehalten haben.

Wie Romina Volmer von der Diakonie auf Nachfrage bestätigte habe sich am Donnerstagnachmittag zur Abholzeit ein Mann im Flur der Kita aufgehalten, sei aber nach betreten unmittelbar von einer Mitarbeiterin angesprochen worden, worauf er angegeben habe, sich im Gebäude vertan zu haben. Tatsächlich habe ihn am Freitag jedoch niemand in oder an der Einrichtung gesehen. Parallel hat es laut Polizei einen Einsatz an der Straße gegeben, weil ein Mann sich auffällig lange diverse Gebäude angesehen habe.

Ob und welchen Zusammenhang diese Vorkommnisse zu dem möglichen Vorfall vom Freitag haben, sei Gegenstand der polizeilichen Ermittlungen: „Die Beamten des Bezirksdienstes sind über den Vorfall informiert und ebenso eingebunden wie das zuständige Fachkommissariat“, erklärte Weitkämper. Fest steht nach Polizeiangaben nur, dass der Unbekannte Gespräche mit Kindern und auch Mitarbeitern geführt hat. Die Hintergründe der Kontaktaufnahme sind jedoch derzeit noch völlig unklar.

Wie Stefan Weitkämper betonte, sei kein Kind von dem Gelände der Kindertageseinrichtung mitgenommen worden. Die Geschäftsführung der Diakonie versicherte, dass der Schutz der Kinder an erster Stelle stehe, und weitere Schlösser angebracht worden seien. Die Eltern des betroffenen Mädchens waren nicht zu erreichen.