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Umzug: Natur bezieht neue Station

Umzug: Natur bezieht neue Station

Die Station Natur und Umwelt wird ihre Besucher ab 2009 in einem neuen Haus empfangen.

Cronenberg. "Die Biene Maja und ihre wilden Verwandten" - zu diesem Programmpunkt lädt die Station Natur und Umwelt am 5. Mai in ihr Haus an der Cronenberger Straße ein. Stolz klingt allerdings nicht mit, wenn Peter Engelmann vom Förderverein der Station die Adresse genauer unter die Lupe nimmt.

Der Anbau der Grundschule Cronenberg erweckt in der Tat keinen repräsentativen Eindruck. Etwa 350 Quadratmeter stehen zur Verfügung, der Platz genügt nicht, um dort sämtliche Einrichtungen unterzubringen. Im übrigen stellt der unattraktive, von einigen Schülergenerationen strapazierte Flachbau allenfalls Konfektionsware dar.

Pläne für einen Umzug bestehen seit 1995. Durch Spendenzusagen im vergangenen Jahr kann das laut Engelmann "größte Vorhaben in der Geschichte des Fördervereins" nun endlich in Angriff genommen werden. Eine Million Euro stellen die Einkaufsbüros Deutscher Eisenhändler (EDE) zur Verfügung. Weitere 500 000 Euro summieren sich aus Einzelspenden. Allerdings besteht noch ein Fehlbetrag von mindestens 250 000 Euro, für den man auf weitere Geldgeber hofft.

Adresse für den geplanten Neubau wird das bereits bestehende Naturlehrgebiet an der Jägerhofstraße sein. Mit diesem Haus will die Station Natur und Umwelt "in Zeiten wachsender Klimaprobleme neue Maßstäbe für ökologisches Bauen setzen". Der Entwurf der Architekten Anja Schacht und Matthias Kaufmann entstand im Rahmen eines Wettbewerbs an der Bergischen Uni und soll in leicht modifizierter Form bis Frühjahr 2009 realisiert werden.

Wenn alles nach Plan verläuft, wird dereinst ein 15 Meter hoher "SkulpTurm" mit rotierendem Objekt zur Energiegewinnung und einem riesigen Periskop schon von weitem den Standort der Station anzeigen. Ein gläserner Windfang gewährt Zutritt von der Jägerhofstraße. Vom anschließenden Foyer weitet sich der Blick durch eine Fensterfront über das Gelpetal. Wegen der Hanglage wird das Gebäude in Terrassen angelegt. Vor allem aber wird das Haus durch konsequente Verwendung von Naturbaustoffen und die Nutzung von Wind, Wasser, Boden und Sonne Wege für eine nachhaltige Architektur aufzeigen.

Förderverein: Der 1994 gegründete Förderverein unterstützt die Station materiell und personell.