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Umwelthilfe fordert neue Messstation in Wuppertal

Verkehr : Umwelthilfe fordert neue Messstation in Vohwinkel

Die Deutsche Umwelthilfe hat beim Land durchgesetzt, in sieben Städten neue Messstationen für NO2 einzurichten. Auch in Wuppertal fordert sie eine weitere Kontrollstation. Bisher weigere sich das Land, heißt es.

Die Deutsche Umwelthilfe fordert in Wuppertal eine NO2-Messstation an der Bahnstraße in Vohwinkel. Sie will damit sichergehen, dass die NO2-Grenzwerte eingehalten werden. Bisher weigere sich das Land eine weitere Messstation aufzustellen. „Gibt das Land seine Blockadehaltung nicht auf, kontrolliert die DUH mit eigenen Passivsammlern die dortige NO2-Belastung“, so die DUH. Erhöhte Werte an der Gathe waren ausschlaggebend für die Einrichtung von fünf Tempo-40-Zonen in der Stadt. Die waren Teil des Vergleichs zwischen dem Land NRW und der DUH, um Dieselfahrverbote in Wuppertal abzuwenden.

In sieben anderen Städten hat die DUH neue Messstationen durchgesetzt. Bei richterlichen Vergleichsverhandlungen seien insgesamt 16 neue Messstationen zur Kontrolle des Grenzwerts für das Dieselabgasgift Stickstoffdioxid (NO2) durchgesetzt worden, heißt es in einer Mitteilung der DUH.

So will die DUH sicherstellen, dass es keine unentdeckten NO2-Hotspots gibt oder sich die Belastung von einer in die andere Straße verlagert. Erste Monatswerte erhält die DUH noch in diesem Jahr.

In den insgesamt zwölf richterlichen Vergleichen mit konkreten Maßnahmenkatalogen zur Durchsetzung der Sauberen Luft verpflichten sich das Land NRW und die jeweiligen Städte, den NO2-Grenzwert von 40 µg/m3 im Jahresmittel noch in diesem Jahr einzuhalten.

Dazu Jürgen Resch, Bundesgeschäftsführer der DUH: „In sieben von Dieselabgasen besonders belasteten Städten in NRW konnten wir an von uns identifizierten potentiellen Schwerpunkten der Luftverschmutzung neue Messstationen für Stickstoffdioxid durchsetzen. Zur Überwachung der Wirksamkeit der von uns durchgesetzten konkreten Maßnahmen wird das Messnetz der verkehrsnahen Stickstoffdioxid-Messungen in NRW nun um knapp 20 Prozent ausgeweitet. So stellen wir sicher, dass die Luft flächendeckend sauber wird und nicht nur punktuell rund um die bestehenden Messstationen. Damit stellen wir sicher, dass die ergriffenen Maßnahmen nicht zu Überschreitungen an bisher nicht überwachten Stellen führen.“

Neue Messstationen soll es in Bielefeld, Bochum, Dortmund, Essen, Hagen, Köln und Oberhausen geben. In Bonn will die DUH wie in Wuppertal vorgehen. In Düren, Paderborn und Gelsenkirchen habe die DUH keine begründeten Hinweise auf weitere Grenzwertüberschreitungen.