Wuppertaler Umfrage: „Umrüstung auf EC-Zahlung ist eine sinnvolle Ergänzung“

Wuppertaler Umfrage : „Umrüstung auf EC-Zahlung ist eine sinnvolle Ergänzung“

Wuppertaler zahlen mit Karte und freuen sich auf die Option am Ticketautomaten der WSW.

Das bargeldlose Zahlen wird in Wuppertal immer beliebter. Auch wenn es für Gastronomen noch Nachteile mit sich bringt, da sie im Gegensatz zur Barzahlung länger auf das Geld durch die Karten-Institute warten müssen und aufgrund von Gebühren bei jeder Zahlung mit Karte Einbußen im Cent-Bereich einplanen müssen. Weil aber immer weniger Personen Bargeld dabei haben, reagieren die Unternehen und Gastronomen und bauen in diesem Bereich ihren Service aus. So wird in der Zentralmensa und in der Cafeteria am Campus Grifflenberg der Bergischen Universität das bargeldlose Zahlen mit der Sparkassen-App und per EC-Karte ermöglicht. Beides wird gut angenommen, erklärte unlängst Fritz Berger, Geschäftsführer des Hochschul-Sozialwerks Wuppertal.

Beim Einwohnermelde- und Straßenverkehrsamt konnten durch die Einführung, dass ausschließlich mit Karte gezahlt werden kann, Fehlerquellen abgestellt werden. Und die Wuppertaler Stadtwerke wollen ihre Ticketautomaten um die Option des bargeldlosen Zahlens erweitern. Beim WZ-Mobil erklärten die Wuppertaler, ob sie im bargeldlosen Zahlungsverkehr eine praktische Alternative sehen oder ob ihnen Bargeld lieber ist.

Gabriele Mika etwa findet es nicht gut, dass die WSW umstellen wollen: „Die Preise werden dadurch wahrscheinlich noch höher. Ich finde Bargeld hier besser.“ Außerdem gebe es Trickbetrüger, die die EC-Kartennummer leichter ausfindig machen können. Sie befürchtet auch, dass Karten einfach verschwinden würden. „Bei hochwertigen Restaurants zahlen wir auch mit Karte, aber ich habe lieber Geld in der Tasche.“

Lydia Scheel sieht keine Nachteile bei der Umstellung auf EC- oder Kreditkarte: „Das muss zwar nicht zwingend sein, aber eigentlich ist es ja heute normal, mit Karte zu bezahlen.“ Sie bevorzuge einen Mix aus Bargeld- und Kreditkartenzahlung, zahle etwa in der Gastronomie bar und größere Summen per Karte.

Ela Ulu sagt: „Für mich ist es ok, auch Tickets per Karte zu zahlen. Das ist doch heute fast überall so und sicher eine Vereinfachung. Bargeld muss man erst immer an der Bank oder am Automaten abholen.“

Elfida Tatlut findet die WSW-Modifizierung gut: „Das ist sicherer als mit dem Geld am Automaten zu stehen.“ Ihre Einkäufe und auch in der Gastronomie zahle sie allerdings bar. „Beim Kauf von teuren Sachen benutze ich lieber die EC-Karte.“

Jennifer Höller befürwortet ebenfalls die EC-Kartenzahlung an den WSW-Automaten: „Mir ist das lieber, weil man zum einen nicht immer Bargeld in der Tasche hat und zum anderen bei großen Scheinen eine Menge Kleingeld erhält.“ Sie zahle in der Regel per EC-Karte, in der Gastronomie aber eher selten. „Nachteil ist, dass man bei ständiger Kartenzahlung den Überblick verliert.“

Christofer Höller sagt: „In der heutigen Zeit ist das einfach angebracht mit der EC-Karte bezahlen zu können.“ Es solle jedoch weiterhin beides von den WSW angeboten werden. Die Hälfte seiner Einkäufe zahle er mit der Kredit-Karte. „Wenn ich den Überblick behalten will, stecke ich mir lieber Bargeld in die Tasche.“

Nicole Heidemeier ist der Meinung, dass es an der Zeit sei, dass die WSW die Automaten auf Kartenzahlung umstellen: „Für mich ist das längst überfällig, denn viele Menschen, wie auch ich, zahlen häufig nur noch mit der EC-Karte.“ Sie habe oft auch kein Bargeld dabei, zahle sowohl im Bistro als auch kleinere Summen bargeldlos.

Oliver Klein hat ein ähnliches Verhalten: „Ich zahle eigentlich nur noch per EC- oder Kreditkarte. Man kann das fast überall – zahlen ohne Bargeld. Was die Umstellung der WSW betrifft, sagt er: „Bei großen Scheinen ist das eher hinderlich, weil man das Kleingeld dann in der Tasche hat. Für mich ist die Umstellung auf EC-Kartenzahlung eine vernünftige Alternative.“

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