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Umfrage: Wuppertaler wünschen sich eigenen "Tatort" für ihre Stadt

Umfrage : Wuppertaler wünschen sich eigenen "Tatort" für ihre Stadt

Am WZ-Mobil machte sich Begeisterung für einen Tal-Tatort breit. Es gibt bereits konkrete Ideen für die Besetzung der Ermittler.

 Ein  Toter im Raubtiergehege unterhalb der Samba-Trasse, Verfolgungsjagden durch die Häuserschluchten auf dem Ölberg oder eine Leiche am Fuß des Toelleturms: Man braucht nicht viel Fantasie, um sich Wuppertal als Tatort-Stadt anstelle von Dortmund vorzustellen. Dieser Meinung waren auch die Passanten am Döppersberg.

„Die Hardt, die Stadthalle, das gesamte Umfeld  und natürlich die Schwebebahn, all das gibt für einen Tatort eine Menge her“, ist Wolfgang Henne überzeugt, der zwar nicht im Tal wohnt, aber oft hier zu Gast ist und die Stadt kennt. Zu bedenken gibt er allerdings: „Man sollte allerdings nicht gerade die unschönen Seiten, die es in jeder Stadt gibt, zeigen. Dann wäre es auch eine Werbung für Wuppertal.“

Günter Herweg, der auf dem Ölberg geboren und aufgewachsen ist, weiß: „Hier wurden doch schon viele Filme gedreht. Ich erinnere  mich an ,Manta, Manta’  damals auf der Wülfrather Straße. Wuppertal gilt doch mit seinen steilen Straßen als das deutsche San Francisco. Das sollte man auch für den Tatort nutzen. Als Kommissar würde ich hier am liebsten den Freddy Schenk aus Köln sehen.“

Helga Schmale schaut regelmäßig „Tatort“: „Klar, Wuppertal wäre eine tolle Kulisse. Wir haben hier so viele Stellen, an denen man drehen könnte. Und am liebsten wäre mir, wenn die Münsteraner Jan Josef Liefers und Axel Prahl hier ermitteln würden.“

Ursula Leithoff plädiert da eher für Devid  Striesow, der zum letzten Mal im Saarbrücker Tatort zu sehen ist. „Der möchte ja gerne zukünftig auf Rügen drehen. Der soll mal lieber nach Wuppertal kommen.“

Schwebebahn, Stadthalle, Zoo - Wuppertal hat viele Seiten

„Wenn Wuppertal, dann nicht ohne Schwebebahn“, fordert Ingo Gehring kategorisch. Er hat noch Derrick „Horst Tappert“ und Harald Leipnitz persönlich gekannt und möchte auch einen prominenten Mimen als Wuppertaler Kommissar sehen. „Aber es könnte ja auch jemand gerade durch die Rolle in Wuppertal bekannt werden.“

„Tatort habe ich schon lange nicht mehr geguckt, aber wenn der in Wuppertal spielen würde, dann würde ich auch wieder am Sonntagabend vor dem Fernseher sitzen“, erklärt Daniela Friedrich. Auch Cedric Rölle outet sich als „Tatort-Muffel“: Aber es wäre eine super Werbung für die Stadt, zumal Wuppertal ohnehin eine Filmstadt ist.“

„Ich halte viel von dieser Idee. Ich bin zwar Mettmanner, kenne Wuppertal aber und würde mich  schon allein über den Wiedererkennungswert freuen. Wuppertal ist eine schöne Stadt und hat mit der Schwebebahn, der Stadthalle, der Schwimmoper oder dem Zoo viele tolle  Seiten. Die würde ich gern einem Fernseh-Krimi sehen.“

Dieser Meinung war auch Ulrike Linssen, der es auch darum geht, dass Wuppertal dann aber auch positiv dargestellt  und nicht wie zuletzt Dortmund als düsterer Hintergrund für Bier trinkende Arbeitslose gezeigt würde.

Total begeistert von dem Vorstoß von Oberbürgermeister Andreas Mucke zeigt sich Jörg Brinkmann, Mitinhaber von Bilder Brinkmann: „Die vielen alten, historischen Straßenzüge in Wuppertal, das Briller Villenviertel, die Schwebebahn, die Baudenkmäler, die Parks und Plätze, all das würde sich anbieten und für die Stadt einen positiven Effekt bewirken. Ich weiß noch, wie früher oft auf dem Rathausvorplatz in Barmen gedreht wurde. Wuppertal hat seine Eignung als Filmstadt oft genug bewiesen und hätte mit Thomas Braus auch einen Kommissar von Format zu bieten“, schwärmt Brinkmann. „Wenn nicht wir, wer dann?“