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Umbau des Festplatzes soll bis Sommer 2019 über die Bühne gehen

Carnaper Platz : Vier Bewerber für den Carnaper Platz

Privatunternehmen soll Bewirtschaftung des Parkplatzes ab Sommer 2019 übernehmen.

Die Verwaltung ist zuversichtlich, dass der Umbau des Carnaper Platzes bis zum Sommer 2019 abgeschlossen sein wird. Der Carnaper Platz soll nach dem Ausbau mit Kosten in Höhe von 760 000 Euro von einem privaten Betreiber bewirtschaftet werden.

Die Ausschreibung für die Suche nach einem privaten Betreiber für die Parkraumbewirtschaftung des Carnaper Platzes hatte am 25. August begonnen und endete am 30. Oktober. Vier Bewerber reichten ihre Angebote ein, die nun geprüft und ausgewertet werden. Die Verwaltung geht davon aus, dass der Betreiber spätestens Ende Januar 2019 feststehen wird.

Da nun abzusehen sei, dass eine Vergabe an einem Parkraumbetreiber erfolgen kann, werde die Ausschreibung der Baumaßnahme zeitnah erfolgen, um die Sanierungsmaßnahme schnellstmöglich fertig zu stellen, sagt Stadtdirektor Johannes Slawig. Sofern diese Ausschreibung erfolgreich sei, sollen die Bauarbeiten bis zum Sommer 2019 fertig gestellt werden.

Wegen der anhaltenden Hochkonjunktur in der Baubranche haben die Kommunen Probleme, Bauunternehmen für ihre Bauvorhaben zu finden. Für die Unternehmen ist es zurzeit lukrativer und wegen der Regularien bei öffentlichen Aufträgen unkomplizierter für private Auftraggeber zu bauen. Daher wollte Johannes Slawig keine Garantie abgeben, dass für die Pflasterarbeiten bei der Ausschreibung entsprechende Anbieter gefunden werden.

Schlechte Erfahrungen hatte die Stadt zuletzt bei der Ausschreibung für das Radhaus am Döppersberg gemacht. Nachdem sich bei der ersten Ausschreibung kein Bewerber meldete, gab es bei der zweiten nur einen Interessenten, der einen inakzeptablen Preis forderte. „Sollte die Ausschreibung für den Carnaper Platz zu einer außerordentlichen Differenz zur Schätzung von 760 000 Euro führen, würde das Thema noch einmal in die Bezirksvertretung und die Fachgremien gehen“, sagt der Stadtdirektor.

Bei Bedarf kann der Parkplatz zum Festplatz umgebaut werden

Es ist eine Parkraumbewirtschaftung sowohl für PKW als auch LKW vorgesehen, außerdem wird es vier Stellplätze für Wohnmobile geben. Finanziert wird der Umbau aus der Stellplatzrücklage. In diesen „Topf“ muss zum Beispiel ein Bauherr eine Ablöse zahlen, wenn er bei einem Bauprojekt nicht die erforderlichen Stellplätze ausweisen kann. Der Platz erhält mehrfarbiges Betonsteinpflaster. Der Untergrund soll so flexibel gestaltet sein, dass bei Bedarf Befestigungen für die Zirkuszelte in den Boden eingelassen werden können, denn der Carnaper Platz soll weiterhin seine traditionelle Aufgabe als Fest- und Zirkusplatz erfüllen.

Der Betreiber muss sich darauf einstellen, dass die Fläche zu bestimmten Zeiten des Jahres nicht als Parkplatz zur Verfügung steht. Zuletzt  hielt sich die Zahl der Fest- und Zirkusveranstaltungen auf dem Platz allerdings in sehr überschaubaren Grenzen. Bei der Auswahl des Betreibers dürfte es eine wichtige Rolle spielen, ob der Anbieter die von Bezirksvertretung, Anwohnern und Bürgervereinen geäußerten Wünsche nach Sondertarifen an Wochenenden und in den Nachtstunden erfüllen kann. Der Carnaper Platz wird aktuell vornehmlich von Stadtwerke-Mitarbeitern und Anwohnern vom Rott kostenlos genutzt.