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Umbau der Elba-Hallen geht in die finale Phase

Umbau der Elba-Hallen geht in die finale Phase

Bis Ende 2017 sollen auch die letzten 8000 von 50 000 Quadratmetern umgebaut sein.

Arrenberg. Der Umbau der Elba-Hallen geht nun in seine endgültig letzte Phase. Mit dem ehemaligen Zentralfabrik-Teil sollen bis Ende des Jahres auch die letzten 8000 der insgesamt mehr als 50.000 Quadratmeter umgebaut und gewerbetreibender Kundschaft zur Verfügung gestellt werden.

Umbau der Elba-Hallen geht in die finale Phase
Foto: Andreas Fischer

Auch wenn der Komplex an der Moritzstraße mit seiner Gerüstumhüllung eher noch nach einer Baustelle aussieht, lässt sich in den verschiedenen Etagen das gelungene Zusammenspiel zwischen dem Wuppertaler Denkmalschutz und der Ideenwerkstatt des Küpperschen Ideenpools sehen. „Rund 85 Prozent der Gebäude sind schon vermietet“, sagt Sophie Blasberg. Die Pressesprecherin der Unternehmensgruppe Küpper ist zuversichtlich, dass demnächst auch die letzten beiden, 200 und 350 Quadratmeter großen Flächen vermietet werden.

Ursprünglich sollten in den Hallen einmal kostspielige Lofts entstehen. Die Idee setzte sich aber nicht durch, dann wurde für Gewerbe geplant. Tatsächlich brauchte die Vermarktung kaum Werbung, so Blasberg, um Gewerbetreibende verschiedenster Bereiche ans Tor zum Arrenberg zu locken.

„Wir verstehen uns als Bastler, die die Geschichte eines Ortes erhalten und in neue Visionen der Zukunft integrieren“ — der Satz, den Seniorchef Bodo Küpper gerne als Philosophie seines Unternehmens ausgibt, soll auch in den Elba-Hallen umgesetzt werden. Das sieht man beispielsweise an den verschiedenen Fenstern und deren Verglasungen. Auch die bunten Werke, die verschiedene Künstler an den Wänden der Hallen hinterlassen haben, sollen erhalten bleiben. „Es gehört eben mit zu unserer Geschichte“, verteidigt Blasberg das künstlerische Gut.

Sicher eine der wenigen Ideen, die bei den 200 bis 300 Arbeitern, die das Gebäude bald mit Leben füllen werden, zu Diskussionen führen könnten. Keine Diskussion dürfte bei der Auswahl des Gastronomen und über die Außenflächen geben, die jeder Mieter bekommt. „Den Namen wollen wir nach Absprache mit unserem Mieter noch nicht verraten. Aber die werden sehr gut in dieses Konzept passen“, spricht Blasberg von einem in der Szene bekannten Namen.

Andere Mieter sind dagegen schon bekannt, Radio Wuppertal etwa. Mit der Barmer Pensionskasse konnten die Küppers auch ein Traditionsunternehmen für sich gewinnen. Offensichtlich haben die neuen Mieter sich von der Geschichte, die an den Wänden der mehr als 100 Jahre alten Gebäude zutage kommt, so beeindrucken lassen, dass sie sich bei ihrer eigenen Planung von dieser inspirieren ließen.

Mit der Fertigstellung der Gebäude endet das Engagement der Küppers am Arrenberg keineswegs. Als Gesellschafter des Unternehmens Codeks fördern die Küppers den Coworking-Space dort. So könnte sich dieser Bereich zu einer weiteren Kreativwerkstatt entwickeln, bei der verschiedene Akteure für sich, aber auch gemeinsam agieren.