Uellendahler Vereine ziehen an einem Strang

Vereinsleben : Uellendahler Vereine ziehen an einem Strang

Mitglieder wollen sich mehr vernetzen und gemeinsame Veranstaltungen aufbauen.

Den Zweck des ersten Uellendahler Vereinstreffens machte Wolfgang Nicke, stellvertretender Vorsitzender des Uellendahler Bürgervereins, ganz am Anfang deutlich: Die Vereine im Quartier sollen in Zukunft mehr und enger miteinander arbeiten. Das Treffen diene ihm und dem Vorsitzenden des Bürgervereins, Guido Gehrenbeck, dazu, einmal die handelnden Personen aus den anderen Uellendahler Vereinen kennenzulernen, um zu schauen, ob „die Symbiose passe“, sagte Gehrenbeck. Schließlich hat der Bürgerverein für die Zukunft ein Familienfest geplant. Hilfe von anderen Vereinen käme da recht. Auch wenn der Bürgerverein Uellendahl zum Treffen eingeladen hatte, wollte er keinesfalls als Spielführer wirken. „Wir wollen zusammenarbeiten“, betonte Nicke gegenüber den Vertretern von Freiwilliger Feuerwehr und Sportvereinen.

Rene Freitag, Löschzugführer der Freiwilligen Feuerwehr Uellendahl, wäre über eine Kooperation mit dem Bürgerverein erfreut. Schließlich habe er schon mit Wolfgang Nicke zusammengearbeitet: „Da haben wir immer eine jährliche Informationsveranstaltung gehabt.“ Diese sei für die Mitglieder der Jugendfeuerwehr gedacht. Freitag erklärte, dass es wichtig sei, auch auf die Historie Uellendahls hinzuweisen. Umso mehr hoffe er, dass sein Löschzug beim geplanten Sommerfest dabei sein könne.

Bessere Verknüpfungen
sollen bessere Hilfe bringen

Am wahrscheinlichsten sei, dass sich die Jugend-Abteilung mit einem Stand präsentiere. Auch der Förderverein der Feuerwehr wünscht sich mehr Vernetzung unter den Vereinen. Das geplante gemeinsame Sommerfest sei dazu ein erster Schritt in die richtige Richtung. Oft sei es nämlich so, dass viele Vereine ihre eigenen Feste am selben Datum anbieten.

„Vernetzung“ ist auch ein zentrales Stichwort für Ulrich Ippendorf vom Verein „Willkommen im Uellendahl“. Dieser engagiert sich unter anderem für geflüchtete Menschen, die an den Uellendahl ziehen und hilft ihnen, sich zurechtzufinden. Aber auch für Menschen, die bereits länger im Quartier leben, sei der Verein mit Rat und Tat zur Stelle. Ippendorfs Ziel ist es nun, Kontakte mit den anderen Vereinen zu knüpfen. Durch die entsprechenden Kontakte zu anderen Vereinen könne man Hilfesuchenden dann effektiver helfen. Etwa, wenn jemand auf der Suche nach einem Sportverein ist.

Nebenbei will Ippendorf auch auf ein anderes geplantes Projekt aufmerksam machen. Eine Fotoausstellung soll ab Herbst im evangelischen Gemeindezentrum am Röttgen stattfinden. Dabei sollen Bilder von geflüchteten Menschen zu sehen sein, die sich gegenseitig unterstützen. Er betont, dass es am Uellendahl viele helfende Nachbarn gebe. Das werde mit der Kamera festgehalten. „Denn bei uns kommen unterschiedliche Kulturen zusammen“, ergänzt er.

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