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Uellendahl: Abriss von Poco für den Gründer-Campus in Wuppertal

Stadtentwicklung : Abriss von Poco für den Gründer-Campus

Der ehemalige Möbeldiscounter macht Platz für Neubauten. Im historische Gebäuderiegel an der Uellendahler Straße sind die ersten Umbauten abgeschlossen.

Der Möbeldiscounter Poco an der Uellendahler Straße ist seit 2017 Geschichte – und jetzt sind es auch die Bauten des Geschäfts: Das Unternehmen „Headquarters“ aus Köln ist gerade mit dem Abriss beschäftigt, wie ein Sprecher erklärt. Auf dem Areal, zu dem auch der Gebäuderiegel direkt an der Uellendahler Straße (ehemals Frowein) gehört, soll ein Campus für Gründer und Freiberufler entstehen. Mehrere Millionen Euro will der Investor dafür in die Hand nehmen.

Die alten Poco-Flächen werden erstmal für neue Gebäude als Grundlage freigemacht, so der Headquarters-Sprecher. Derzeit seien sie mit diversen großen Technik-Unternehmen im Gespräch, die den Fokus auf Deutschland gelegt hatten. „Ähnlich wie Tesla in Brandenburg“, kündigt er an. Im vorderen Teil, dem Frowein-Gebäude, seien die ersten Flächen fast fertig. „Dies sind etwa 3000 Quadratmeter. Hier sind wir auf der Suche nach ,Locals’ aus dem digitalen Sektor.“

Der erste Teil des Campus sollte noch in diesem Jahr bezogen werden. So hieß es jedenfalls im Herbst 2019, als die Kölner das Projekt vorstellten – also noch vor Corona. Bis 2022 sollen 210 Arbeitsplätze geschaffen werden. Langfristig wäre sogar eine Erweiterung der Fläche auf 20 000 Quadratmeter möglich.

Im Stadtteil, aber auch bei der Verwaltung kommt die Idee gut an. Die Wirtschaftsförderung lobte, dass ein „privatwirtschaftlich betriebenes Gründerzentrums eine hervorragende Ergänzung der Angebote des Technologiezentrums“ darstelle. Und auch die Politik wie etwa Bezirksbürgermeisterin Gabriela Ebert nahm die Planungen erfreut zur Kenntnis.

Spannend dürfte das Thema Hochwasser werden. Beim Starkregen im Mai 2018 waren Teile der nicht mehr in Betrieb befindlichen Poco-Hallen sogar eingestürzt durch die Wassermassen. Der Neubau soll möglicherweise auf Stelzen stehen. Unter dem eigentlichen Gebäude sollen Parkplätze untergebracht werden.