Trotz anhaltender Niedrigzinsen fällt Jahresbilanz 2018 positiv aus

Bilanz : Sparkasse wächst auf hohem Niveau

2018 stieg die Zahl der Kunden. Die Bilanzsumme beläuft sich auf 7,27 Milliarden Euro.

Die Stadtsparkasse Wuppertal hat 2018 die Gesamtzahl ihrer Privat- und Firmenkunden auf 296 033 steigern können. 1326 Privatkunden und 215 Firmenkunden kamen im vergangenen Jahr hinzu. Die Bilanzsumme der Stadtsparkasse beläuft sich auf 7,27 Milliarden Euro, das ist eine Steigerung um 133 Millionen Euro im Vergleich zu 2017. Wachstum verzeichnet die Stadtsparkasse auch bei einigen weiteren Positionen in ihrer Jahresbilanz. Der Vorstand spricht von „Stabilität“ trotz der anhaltenden Niedrigzinsphase.

Sowohl die Kredite als auch die Einlagen konnten gesteigert werden. Die privaten Einlagen wuchsen um 146 Millionen Euro. Fast eine Milliarde Euro wurde an neuen Krediten zugesagt. Ihre Eigenkapitalquote konnte die Stadtsparkasse von 17,8 auf 18,3 Prozent erhöhen. Unter dem Strich steht für 2018 ein Jahresüberschuss von 13,5 Millionen Euro, was eine leichte Steigerung gegenüber dem Vorjahr bedeutet.

Gunther Wölfges, Vorstandsvorsitzender der Sparkasse, sprach von einem „sehr bewegten Jahr“. In der Jahrespressekonferenz am Mittwoch wies er auf die Unwägbarkeiten hin, die 2019 mit sich bringe. Die Aktienmärkte hatten bereits zum Jahresende mit Kursverlusten auf den Konflikt zwischen den USA und China reagiert, der Brexit und die Entwicklung in Osteuropa sind weitere nicht kalkulierbare Risikofaktoren.

„Unsere Sparkasse wächst erfolgreich. Wir setzen auf ein gesundes Wachstum. Die Arbeit der Sparkasse soll Kunden, Mitarbeitern und Stadtgemeinschaft dauerhaft zugute kommen“, sagte Gunther Wölfges. Voraussetzung dafür, dass die städtische Tochter wie 2018 erfolgt, 4,5 Millionen Euro zur Förderung von Kultur, Sozialem, Sport oder Stadtentwicklung an Vereine und Gruppen verteilen kann, sei ihr wirtschaftlicher Erfolg. 1042 gemeinnützige Projekte wurden 2018 durch Spenden oder Sponsoring unterstützt. Die Spendenplattform „Gut-fuer-Wuppertal“ unterstützt die Sparkasse zusätzlich durch eine Spenden-Verdopplungsaktion. Innerhalb von drei Jahren kamen so rund 1,5 Millionen Euro für 628 Projekte zusammen. Zudem seien die Voraussetzungen für eine stabile Ausschüttung an die Stadt gegeben. Über die Höhe der Summe müssen die Aufsichtsgremien der städtischen Tochter Stadtsparkasse noch entscheiden.

Erhöhung der Kontogebühren wird nicht ausgeschlossen

Dass die Kontogebühren 2019 erhöht werden, wollte Wölfges nicht ausschließen. Darüber sei noch keine Entscheidung getroffen worden. Negativzinsen sind nicht vorgesegen. „Bei Null ist bei uns Schluss, darauf haben wir uns verständigt“, sagte Wölfges. Ziel sei es, die Personalkosten stabil zu halten. Die Anzahl der Mitarbeiter ging 2018 auf 1226 zurück, umgerechnet sind das 850 Vollzeitstellen. 2017 zählte die Sparkasse 1300 Mitarbeiter. Der Abbau erfolgt, indem freiwerdende Stellen nicht wieder besetzt werden, wobei die Sparkasse auch in Zukunft darauf setzt, dass die Nutzung der digitalen Angebote zunimmt. 2018 waren es erstmals mehr als 40 Millionen digitale Kontakte, so Vorstand Patrick Hahne, der auf den wachsenden Anteil des Online-Bankings verwies. Bisher haben sich allerdings nur 55 Prozent der Privatkunden dafür freischalten lassen.

Die Stadtsparkasse wird weiterhin 35 Filialen betreiben, wenn diese auch veränderte und eingeschränkte Öffnungszeiten bieten. So will die Sparkasse fleixibler sein. „Die erweiterten Terminzeiten für Beratungsgespräche nach Absprache an fünf Tagen in der Woche von acht bis 20 Uhr haben sich bewährt“, sagte Vorstandsmitglied Axel Jütz.

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