Trip mit der Transmongolischen Eisenbahn: Gut für Wuppertal hilft

Wuppertal : Die Finanzierung der Reise mit der Transmongolischen Eisenbahn steht fast

Kreuzpfadfinderbund hat die 17 000 Euro praktisch zusammen - auch dank „Gut für Wuppertal“.

. Ein bisschen vorsichtig bleibt die Vorsitzende Alexandra Gerling noch. Aber zumindest aus finanziellen Gründen dürfte der Fahrt des Kreuzpfadfinderbundes Wuppertal mit der Transmongolischen Eisenbahn im Sommer nicht mehr viel im Wege stehen – auch Dank „Gut für Wuppertal“. Auf der Internetspendenplattform von Stadtsparkasse, Stadtwerken und WZ räumte der Verein bei der jüngsten Verdopplungsaktion im Dezember richtig ab. Gut 6500 Euro sprangen für die Pfadfinder heraus. Die Gesamtkosten von 17 ­000 Euro für den Jugendaustausch in Russland, der Mongolei und China haben die Pfadfinder, die zu zehnt reisen werden, damit fast zusammen.

„Ein dreistelliger Betrag fehlt noch“, erklärt Gerling. Ein höherer zwar, aber dann wird auch die Vorsitzende ziemlich optimistisch. „Ich glaube nicht, dass da noch irgendwas dazwischen kommt, jedenfalls nicht finanziell.“ Als die Nachricht im Dezember kam, wieviel die Verdopplungsaktion gebracht hatte, „war ich erst einmal baff“, erinnert sich Gerling. „Damit haben wir gar nicht gerechnet.“ Jetzt könnten schon die Visa beantragt, die bürokratischen Hürden angegangen werden. Ein dickes Lob richtet sie auch an den Förderverein für seine Unterstützung.

Einen Plan B in petto hatten die Pfadfinder nie, wie Gerling bereits im vergangenen Jahr beim Redaktionsbesuch erklärt hatte. „Das ist eine einmalige Chance, ein Highlight“, hatte auch Mitfahrer Laurenz Teepe damals geäußert. Schnell nahm das Projekt „Juzu2019“ Fahrt auf. Mit gut 2400 Euro pro Person hatte der Kreuzpfadfinderbund kalkuliert. 700 Euro steuerten die Mitfahrer als Eigenanteil bei. Blieben also zehn mal 1700 Euro, die noch reingeholt werden mussten.

Kekse haben die Pfadfinder
nicht verkauft – dafür Waffeln

Den klischeemäßigen Keksverkauf gab es nicht — dafür Waffeln und Kuchen zum Beispiel bei Gemeindefesten oder beim Catering für den Büchermarkt in der Pauluskirche. „Zeitweise waren wir jedes Wochenende irgendwo im Einsatz“, erklärt Gerling, zum Beispiel auch am Bahnhof Loh direkt an der Nordbahntrasse. „Ein großes Dankeschön geht an die dort Verantwortlichen, dass sie es uns erlaubt haben“, so Gerling. Das Wetter habe dabei immer eine wichtige Rolle gespielt. Zu warm durfte es nicht sein für Waffeln, zu kalt aber auch nicht, erzählt Gerling schmunzelnd.

Dass ihr Projekt dann doch als etwas Besonderes wahrgenommen wurde, machten die Pfadfinder daran fest, dass zum Beispiel der eine oder andere Waffelesser, nachdem er gehört hatte, wo es hingehen soll, sogar einen Schein in der Spendenbox zurückließ.

Auch die eine oder andere Überraschung gab es. Etwa, als Gerling & Co. sich mit Kuchen an einem Wanderweg im Leimbachtal platzierten, „mitten im Nichts eigentlich“. Doch dann seien so viele Wanderer erschienen, dass die Pfadfinder ihren Kuchen ganz schnell verkauft hatten.

Parallel zu solchen Aktionen lief schon die Planung der fünfwöchigen Tour in den Sommerferien dieses Jahr. Über das Internet wurden Kontakte nach Russland, in die Mongolei und nach China geknüpft — was sich nicht immer so einfach gestaltete, wie Gerling sagt. Die Sprache sei mitunter ein Hindernis gewesen. Das Interesse auf der anderen Seite an einem Besuch aus Deutschland sei aber immer da gewesen, freut sich Gerling schon auf den Trip.

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