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#4U9525: Trauer und Gedenken: „Unser Mitgefühl ist bei den Angehörigen“

#4U9525 : Trauer und Gedenken: „Unser Mitgefühl ist bei den Angehörigen“

Der Opfer des Flugzeugabsturzes wurde mit einer Schweigeminute gedacht. Samstag ökumenische Andacht.

Wuppertal. Groß sind Trauer und Betroffenheit nach Bekanntwerden der Nachricht, dass fünf Wuppertaler unter den Opfern des Flugabsturzes von Germanwings 9525 sind, Freunde, Nachbarn — aber auch Kollegen. So trauern Delphi und Gewerkschaften um drei spanische Kollegen: Der Gewerkschafter der „General de Trabajadores“ (UGT) und ein spanischer Delphi-Personalleiter waren auf dem Weg nach Wuppertal zur Europäischen Betriebsratssitzung bei Delphi.

Torsten Lankau, IG-Metall Wuppertal

Torsten Lankau, Erster Bevollmächtigter der IG-Metall-Verwaltungsstelle Wuppertal, verlieh seiner Trauer mit einem Facebook-Posting Ausdruck: „Unsere Gedanken sind bei den Familien.“ Die Kolleginnen und Kollegen seien „tief betroffen“. Die Betriebsratssitzung wurde abgesagt. Zudem trauern Gewerkschaften und Delphi um einen weiteren spanischen Kollegen, der ebenfalls beruflich auf dem Weg nach Deutschland war.

Bestürzung herrscht auch beim SV Neuenhof. Wie der Vorsitzende Burkhard Orf bestätigt, waren ein Vereinsmitglied und seine Lebensgefährtin unter den Absturzopfern. „Wir haben einen liebenswerten Menschen und einen großartigen Sportler verloren“, sagt Orf traurig. „Unser Mitgefühl ist bei den Angehörigen.“

Aller Opfer des tragischen Unglücks sollte am Donnerstag um 10.53 Uhr mit einer Schweigeminute gedacht werden: Zu diesem Zeitpunkt war am Dienstag die Funkverbindung zu dem Germanwings-Airbus abgebrochen.

Und so standen am Vormittag überall im Stadtgebiet für den Moment Fahrzeuge still, die Wuppertaler Stadtwerke (WSW) hatten angekündigt, dass Busse und Schwebebahnen dazu die nächstgelegene Haltestelle anfahren und für eine Minute die Fahrt unterbrechen würden.

Auch Gedenkgottesdienste sind geplant. So bietet die Citykirche Elberfeld am morgigen Samstag um 11 Uhr auf dem Kirchplatz 2 eine ökumenisch gestaltete Andacht an. „In die Fürbitte sollen all die Menschen eingebunden sein, die von Leid und Trauer betroffen sind“, heißt es in der Ankündigung. Superintendentin Ilka Federschmidt und Stadtdechant Dr. Bruno Kurth werden den Gottesdienst mitgestalten.