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Trauer um Wuppertaler WZ-Fotograf Kurt Keil

Nachruf : Trauer um WZ-Fotograf Kurt Keil

Verlag und Redaktion trauern um ihren langjährigen Mitarbeiter und ihren guten, treuen Freund.

In ihrer Samstagausgabe veröffentlichte die WZ einen Bericht der Serie „Bilder erzählen Stadtgeschichte“. Diese Serie zeigt besondere Fotos von Kurt Keil, der trotz einer schweren Erkrankung bis zuletzt daran mitarbeitete. Für ihn als Fotograf und Journalist aus Leidenschaft war diese Arbeit keine lästige Pflicht, sondern bis zuletzt Teil seines Lebens. In der Nacht zum Sonntag endete dieses Leben – viel zu früh für den Mann, der noch viele Pläne hatte. Kurt Keil ist im Alter von 80 Jahren gestorben.

Der Verlag Westdeutsche Zeitung GmbH & Co KG und die Redaktion der WZ trauern um ihren langjährigen Mitarbeiter und ihren guten, treuen Freund.

Über einen Zeitraum von fünf Jahrzehnten hat Kurt Keil die Menschen und die Ereignisse in Wuppertal auf seinen Fotos festgehalten. Als Quereinsteiger war er nach einer Handwerkerlehre zum Journalismus gekommen. Bodenständig blieb er, kritisch gegenüber allen, die sich dazu berufen fühlten, von oben auf andere herabzuschauen. Kurt Keils raue Schale war sehr dünn und sie konnte nur die ein wenig schrecken, die ihn nicht kannten. Warmherzig und humorvoll kam Kurt Keil bei den tausenden Wuppertalern gut an, die er im Laufe seiner Einsätze für die Redaktion ablichtete. Mit seinem Bekanntheitsgrad steckte Kurt Keil jeden Schreibtischtäter in der Redaktion in die Tasche – und das war ihm auch bewusst. Die Arbeit hatte aber auch ihren Preis, denn oft mussten Kurt Keils Frau und ihre beiden Töchter auf ihn verzichten.

Im Ruhestand ließ er es etwas ruhiger angehen, doch die Kamera blieb sein Begleiter, zum Beispiel, wenn er sich bei Wind und Wetter bei den Spielen des Wuppertaler SV für die WZ an der Seitenlinie postierte. Der Verband Deutscher Sportjournalisten verlieh ihm die goldene Ehrennadel.

Kurt Keil hat eine Reihe von Bildbänden veröffentlicht. In seinem Archiv befindet sich noch Material für viele weitere Projekte, die er nicht mehr umsetzen kann. Zu jedem seiner Fotos, darunter von Politikern wie Johannes Rau oder Angela Merkel sowie von Künstlern und Sportlern von Weltruhm, konnte er eine Geschichte erzählen. Fotografieren war für ihn mehr als das Festhalten von Personen und Ereignissen im Bild. Es war für Kurt Keil der Weg, die Welt und das Leben im Sucher als Fotograf zu betrachten und als Mensch zu verstehen. ab