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Tiere im Grünen Zoo Wuppertal sollen an 5G-Netz angeschlossen werden

Landesförderung NRW : Tiere im Grünen Zoo Wuppertal sollen an 5G-Netz angeschlossen werden

Für die Forschung ergeben sich neue Ansätze, ebenso Besucher würden profitieren. 5,3 Millionen Euro sollen ins schnelle Netz fließen.

Der Grüne Zoo in Wuppertal könnte mit 5,3 Millionen Euro aus dem Fördertopf des Wirtschaftsministeriums NRW für den Ausbau des digitalen Netzes (5G) unterstützt werden. Mit dem hohen Mobilfunkstandard würde die Besucherführung im Zoo verbessert, weltweit wären Fans des Zoos in der Lage, Einblicke in das Leben der Tiere in Echtzeit zu bekommen. An den 5,3 Millionen Euro Gesamtkosten würde sich das Land mit 90 Prozent beteiligen. Der Rest würde von der Stadt und einem Netzwerk aus Partnern bereitgestellt werden; ebenso die Bergische Uni wäre in das Projekt involviert. Mit dem Geld sollen Tierhäuser und -gehege verkabelt und die Software installiert werden.

Bewegungsprofile von Tieren erstellen

„Ich sehe da auch große Chancen für die Forschung“, sagte Zoo-Direktor Arne Lawrenz, der das Projekt vollumfänglich unterstützt. Über das Netz könnten Sensoren laufen, mit denen auch Bewegungsprofile von Tieren im Zoo erstellt werden können. Im Zoo gibt es derzeit kein freies WLAN, mit dem das machbar wäre.

Ein ähnliches Unterfangen habe man schon in der Anlage „Aralandia“ in Angriff genommen, allerdings laufe die Technik dort noch über Antennen, nicht über 5G. Die Technik, die bis auf wenige Zentimeter präzise ist, liefere schon erste Erkenntnisse über das Artverhalten der Vögel, beispielsweise welcher Ara mit wem zusammensitzt und wie lange die Paare zusammenbleiben. Überdies würde sich durch das Netz der Energieverbrauch feiner steuern lassen, was ein Gewinn für die Umwelt darstellt. Zukunftsmusik sei dann auch eine neue App, die edukative Möglichkeiten für die Nutzer bereithält.

5G-Netz im Zoo als Vorzeigemodell für Wuppertal

Lawrenz sieht den Ausbau des 5G-Campusnetzes auf dem Gelände des Zoos als „Vorzeigemodell“ für die Stadt. „Das Netz kann Zoo und Kommune nach vorne bringen“, sagte Lawrenz.

Die Stadtverwaltung hofft nunmehr auf die Zustimmung des Rates, der für die Restfinanzierung grünes Licht geben muss. Die attraktiven Bilder aus dem Zoo kämen auch dem Image der Stadt zugute, so Stimmen aus der Verwaltung.

Für die Beteiligung des Zoos am Wettbewerb zeigte sich Ole Rupperath vom Amt für Informationstechnik und Digitalisierung federführend. Er sagt der WZ, dass das Wuppertaler Projekt gute Aussichten auf Erfolg habe, die Förderung zu bekommen. Die Bewerbung eingereicht habe man im vergangenen Januar.