Theater: Ein Jahr ohne kleine Bühne

Theater: Ein Jahr ohne kleine Bühne

Die neue Spielstätte öffnet vermutlich 2014.

Wupppertal. Die neue kleine Spielstätte der Wuppertaler Bühnen wird voraussichtlich nicht vor Beginn der Saison 2014/2015 ihre offizielle Einweihung erleben. Zwar hat Bühnen-Geschäftsführer Enno Schaarwächter „die große Hoffnung“, dass in der 1,5 Millionen teuren Spielstätte noch vor der Sommerpause 2014 erste Vorproben stattfinden können. Publikumsvorstellungen dürfte es aber erst nach der Sommerpause 2014 geben. Das bedeutet, dass den Wuppertaler Bühnen vermutlich ein Jahr lang keine zweite feste Spielstätte neben dem Opernhaus zur Verfügung stehen wird — denn die bisherige kleine Bühne im dringend sanierungsbedürftigen Schauspielhaus wird im Sommer 2013 geschlossen.

Während nach wie vor offen ist, wie es im Schauspielhaus weitergeht, gibt es zumindest für die kleine Spielstätte gute Nachrichten, was die Finanzen betrifft: Die Theaterfreunde Wuppertal — der Verein mit Günter Völker an der Spitze ist der antreibende Motor des Projekts — haben ihr Ziel erreicht und genügend Sponsoren gefunden.

Wie bereits berichtet, soll eine Lagerhalle des Historischen Zentrums zur Spielstätte umgebaut werden. „Ohne die Jackstädt-Stiftung würde es nicht gehen“, stellt Schaarwächter klar. „Im Sommer geht es los“, kündigt er an. „Dann wird die Halle ausgeräumt.“ Und der Umbau beginnt: Das Gebäudemanagement rechnet mit einer Bauzeit von rund einem Jahr. In dieser Zeit müssen kleine Produktionen mobil sein: Während die Oper Gastspiele in Schulen, Kirchen und Firmen plant, wird auch für das Schauspiel nach alternativen Spielorten gesucht. Denkbar ist unter anderem die Börse.

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