Taxifahrer: Es ist zu eng am neuen Stand

Bahnhof : Taxifahrer: Es ist zu eng am neuen Stand

Der Umzug vor den Mall-Eingang ist für die Betroffenen mit Problemen verbunden.

Am Samstag ist es soweit: Der Busbahnhof und die Passage am Döppersberg werden feierlich eröffnet. Am Montag wurde bereits der Taxistand von der Zufahrt zum Gleis 1 nach unten in die Elisabeth-Schniewind-Straße verlegt, zwischen das Primark-Gebäude und die Außenmauer der Einkaufspassage, der sogenannten Mall. Während die Einfahrt zum Parkhaus bereits seit der Eröffnung Ende Juli über diese Zufahrt funktioniert, hatten die seit dieser Woche vorne in der Straße stationierten Taxifahrer noch warten müssen, bis der Innenausbau der Ladenlokale innerhalb der Mall abgeschlossen war. Rund zwölf Taxen haben dort Platz.

Fahrer sagt: „Ich musste schon
mehrere Aufträge ablehnen“

Bereits im Vorfeld hatte der Vorstand der Taxizentrale Wuppertal Bedenken darüber geäußert, ob der vorgesehene Platz ausreiche, um rangieren zu können. Die Fahrer sind nach den ersten Tagen Praxistest geteilter Meinung: „Es ist viel zu eng, man kommt vorne gar nicht richtig rum“, bemängelt ein Fahrer. Auch für die Wartezeit sei der Platz nicht optimal: Die Taxen stehen in zwei Reihen nebeneinander. „Ich musste schon mehrere Aufträge ablehnen, weil ich hier einfach nicht weg komme“, berichtet der Fahrer, der in der rechten Reihe steht.

Ein Kollege widerspricht: „Ich finde, es ist genug Platz. Vorher an Gleis 1 war es viel enger.“ Außerdem habe man da auf die zahlreichen Fußgänger achten müssen, die schnellen Schrittes in Richtung Bahnhof unterwegs waren. Rund um den neuen Taxistand gebe es dagegen kaum Fußgänger.

Lediglich Autofahrer, die in der für Taxen reservierten Zone jemanden am Bahnhof absetzen, seien ab und zu im Weg, obwohl für solche Fälle eine zehnminütig kostenfreie Kiss & Ride-Zone im Parkhaus eingerichtet wurde.

Die Beschilderung zum Taxistand wurde von den Gleisen aus und in der Bahnhofsvorhalle bereits angepasst. Trotzdem machen sich einige Fahrer Sorgen, dass ihre Fahrgäste sie nicht direkt finden könnten. Der Taxistand liege zu weit zurück in der Straße, sei nicht direkt vom Ausgang aus einsehbar und vor allem für Fahrgäste mit Gepäck von den Gleisen aus umständlich zu erreichen.

Hinzu kommt dann noch die Macht der Gewohnheit: Es seien einige Fahrgäste eingestiegen, die zuerst bereits vergeblich an Gleis 1 nach Taxen gesucht hätten. „Ich denke, das wird noch ein bisschen dauern, bis das bei den Leuten angekommen ist“, spekuliert ein Fahrer. Unter höherer Auslastung könne man auch erst wirklich sagen, ob der neue Standort funktioniert.

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