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Tante Gertrud bringt die Herren in Fahrt

Tante Gertrud bringt die Herren in Fahrt

Bei der Herrensitzung der Weinberger Funken geht es wie erwartet recht deftig zu.

Elberfeld. Ganz in Männerhand war der Breuersaal am gestrigen Sonntag ab 11.11 Uhr. Nach einem erfolgreichen Probelauf im vergangenen Jahr hatte die KG Weinberger Funken zu ihrer zweiten Herrensitzung geladen — und konnte den Saal mit männlichen Jecken gut füllen.

Tante Gertrud (Andrea Chiwega) machte den Aufheizer, tanzte im grauen Kittel über die Bühne und schälte sich zu Tom Jones „Sexbomb“ aus langen Unterhosen und Leggings. In ihrem Einsatz als „Andrea Berg“ ging es in Netzstrümpfen über die Tische. Obwohl ihre Stimme den Eindruck vermittelte, sie hätte „Du hast mich 1000 mal betrogen“ die ganze Nacht durchgesungen, wurde kräftig mit eingestimmt und geklatscht. Bei Männern unter sich gibt es nur ein Thema: Frauen und Sex. Wer gedacht hatte, dies sei ein Klischee, konnte ins Zweifeln geraten, bedienten die auftretenden Künstler dieses Klischee doch bravourös.

Nach dem Motto „Je platter umso besser“ agierten Herbert Siemes und Hans Büren vom Niederrhein als Herby und Hennes. In einem Zwiegespräch kauten sie das Thema Herby als Autor seines Buches „POP“, Partnerschaft ohne Probleme, durch. Hatte man gedacht, der Tiefpunkt sei nun erreicht, wurde man bei der nächsten Nummer eines Besseren belehrt. Ob Dessous oder Oberweite, alles wurde thematisiert. Den Zuhörern gefiel es und sie spülten alles mit Bier und Flachmännern herunter. Auch Dr. Pillemann, (Michael Kühn) widmete sich dem Frauenthema. Seine eher müden Witze waren überwiegend bekannt und die Lacher über Bekenntnisse wie „Jeden Tag will meine Frau Geld. Was sie damit macht, weiß ich nicht, ich habe ihr noch nie welches gegeben“, waren dezent. Sein letzter glücklicher Tag war der Tag vor seiner Hochzeit und als er Spiderman anrufen wollte, hatte dieser kein Netz. Alles schon einmal gehört. Zwischen den Auftritten wedelte Nummerngirl Dita im knappen Outfit durch die Reihen und ließ sich beklatschen. Für farbenfrohe Tanzeinlagen in bunten Kostümen sorgte die TKS aus Solingen.