Tierwelt Takine erobern gemeinsam Kula Kangri im Grünen Zoo Wuppertal

Wuppertal · Endlich ist es so weit: Die drei weiblichen Mishmi-Takine Karuna, Tashi und Minja erkunden nun gemeinsam ihre neue fast 4000 Quadratmeter große Anlage „Kula Kangri“.

 Die kleine Herde konnte nun gemeinsam die neue Anlage entdecken.

Die kleine Herde konnte nun gemeinsam die neue Anlage entdecken.

Foto: Grüner Zoo Wuppertal/Claudia Philipp

Benannt ist sie nach einem Berg im Himalaya. Nach Abschluss der letzten Baumaßnahmen wurden die drei Teilbereiche der weitläufigen Außenanlage durch Tore miteinander verbunden, sodass den drei Takin-Kühen ab sofort alle Areale zur Verfügung stehen. Das teilte der Zoo in den Sozialen Medien mit.

Für die Dauer der abschließenden Baumaßnahmen waren die Takine in unterschiedlichen Anlagenbereichen untergebracht, die Wiederzusammenführung der Tiere verlief nun, bis auf kleinere Rangeleien zur Klärung der Rangordnung, friedlich, so der Zoo weiter. Während Karuna und ihre Tochter Tashi bereits seit Juni vergangenen Jahres den größten Teil der Anlage bewohnen, öffnete sich nun auch für Minja das Tor zum neuen Areal.

Im Gegenzug erkundeten Karuna und Tashi erstmals den zuletzt fertiggestellten Bereich der imposanten Gebirgslandschaft, der mit einem großen Unterstand den Tieren zusätzlichen Schutz vor der Witterung bietet. Zoogäste haben hier zudem die Möglichkeit, die Takine ganz aus der Nähe zu betrachten – nur getrennt durch zwei Glasscheiben.

Bis die drei Kühe jeden Winkel der großzügigen Anlage erkundet haben, wird es vermutlich noch einige Zeit dauern, denn es gibt so viel zu entdecken und zu erklettern. Der Zoo hofft, dass die kleine Herde bald Gesellschaft von einem männlichen Mishmi-Takin bekommt und damit die Zucht dieser hochbedrohten Tierart wieder aufgenommen werden kann.

Der Umbau der Takin-Anlage wurde möglich gemacht durch die Spende des Wuppertaler Ehrenbürgers Jörg Mittelsten Scheid sowie die Unterstützung des Zoo-Verein Wuppertal e.V.

Mishmi-Takine leben in den Gebirgsregionen in Nordost-Indien, im nördlichen Myanmar und im südlichen China in Höhen von bis zu 4500 Metern. Takine sind Wiederkäuer und gehören zu den Ziegenartigen. Wegen ihres Aussehens werden sie auch Rindergämse oder Gnuziege genannt. In der Roten Liste der Weltnaturschutzunion IUCN werden sie als gefährdet eingestuft. Mishmi-Takine sind in NRW aktuell nur im Grünen Zoo Wuppertal zu sehen.

(Red)
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