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Tafel: Mehr Platz – auch für hungrige Kinder

Tafel: Mehr Platz – auch für hungrige Kinder

Hilfe: Die Tafel bekommt die alte Imo-Druckerei geschenkt und hat viel mehr Platz.

Wuppertal. "Wir platzen aus allen Nähten." Der Platz im erst 2007 bezogenen Gebäude der Wuppertaler Tafel am Kleinen Werth reicht schon nicht mehr aus. Da kommt eine großzügige Schenkung sehr gelegen: Unternehmer Jürgen Hagenkötter schenkt der Tafel die alte Imo-Druckerei.

"Besonders die Kindertafel liegt mir am Herzen", begründet der Geschäftsführer von GEBA Immobilien seine Spende. Und besonders die Kindertafel kann den zusätzlichen Platz im neuen Zuhause am Rauen Werth gut gebrauchen: In den Sommerferien sind häufig mehr als 50 Kinder pro Tag bei der Tafel zu Gast. "Wenn dort 60 bis 70 Kinder auf 70 Quadratmetern toben, ist das sehr laut und eng", erklärt Wolfgang Nielsen, Vorsitzender der Wuppertaler Tafel. Deshalb ist die Kindertafel auch der erste Bereich der Tafel, der ins neuen Gebäude ziehen soll. Bereits zur Jahreswende wird den Kindern eine Fläche von 270Quadratmetern zur Verfügung stehen.

Das Geschenk von Jürgen Hagenkötter ist zwar großzügig, stieß bei der Wuppertaler Tafel aber dennoch nicht nur auf Begeisterung. "Wir haben lange überlegt, ob wir nicht nur Teile des Gebäudes mieten wollen. Eigentlich ist der Platz etwas überdimensioniert", sagt Carl Kutzbach von der Tafel. Nun hat die vor zwei Jahren gegründete Stiftung Wuppertaler Tafel das Gebäude doch komplett übernommen. Die ersten unteren zwei Stockwerke will sie selbst nutzen: Neben der Kindertafel wird auch der Bücherbasar in einen größeren Raum umziehen und das Möbellager wird, ebenso wie das Sozialkaufhaus, erweitert. Auch die Essensausgabe zieht im kommenden Jahr an den Rauen Werth.

Wenn die Renovierung durch Kooperation mit sogenannten Ein-Euro-Jobbern von der Arge abgeschlossen ist, steht der Tafel eine Gesamtfläche von 5000 Quadratmetern zur Verfügung - etwa doppelt so viel wie zuvor.

Den bisherigen Hauptsitz an am Kleinen Werth wird die Tafel weiter nutzen. Sowohl die Verwaltung als auch das Möbellager bleiben dort bestehen. Die übrigen 3500 Quadratmeter Fläche der alten Imo-Druckerei will die Wuppertaler Tafel kostendeckend an andere soziale oder kulturelle Einrichtungen vermieten. Erste Gespräche laufen bereits.