Syrische Spezialitäten für Wuppertaler Freibad-Gäste

Gastronomie : Syrische Spezialitäten für Wuppertaler Freibad-Gäste

Ahmad Daoud heißt der neue Inhaber im Restaurant am Schwimmbad Neuenhof.

„Das wird ein Erfolg. Da habe ich gar keinen Zweifel“, sagt Andreas Dummer. Er kennt Ahmad Daoud, den Inhaber der neuen Restauration im beliebten Freibad Neuenhof, konnte dessen gastronomische Fähigkeiten schon an anderer Stelle genießen. Ahmad Daoud hat im Eingangsbereich des beheizten Freibades Neuenhof ein Restaurant eröffnet, das auch die großzügige Terrasse mit Blick auf das wettkampftaugliche Schwimmbecken und die Wiesen des Freibades beinhaltet.

Am 30. April, dem Tag an dem Daoud 41 Jahre alt wurde, hat er zusammen mit seinem Mitarbeiterstab den Startschuss für eine Pachtzeit von drei Jahren gegeben und zur Feier des Tages ein kostenfreies Büffet angeboten. „Mit syrischen Spezialitäten und internationaler Küche“, wie seine Lebensgefährtin, die gebürtige Griechin Varvaria Orfanopovlou versichert.

„Ich rechne mit rund 200 Besuchern“, gab sich Ahmad Daoud schon um 19 Uhr optimistisch und verwies darauf, dass er mindestens so viele Freunde in Deutschland gewonnen hat, seit er vor gut drei Jahren aus seinem vom Bürgerkrieg und Terror heimgesuchten Heimatland und seinem damaligen Arbeitsplatz im eigenen Restaurant im Libanon geflohen war.

In Deutschland angekommen fand der gelernte Koch schnell eine Anstellung in seinem Beruf und war zuletzt im Luisenviertel im Café Swane Cookin Hope tätig, ehe er sich um die Restauration im Neuenhof bewarb. „Ahmad ist unheimlich ehrgeizig“, bescheinigen ihm alle, die ihn kennen, und meinen damit nicht nur seine Fähigkeiten an Pfanne und Kochtopf, sondern auch die Tatsache, dass er innerhalb kürzester Zeit Deutsch gelernt und keinerlei Verständigungsschwierigkeiten hat.

„Inzwischen denke ich auch deutsch“ bekennt der Neubürger lächelnd. Kein Wunder, dass die Gäste am Dienstagabend nur so herbeiströmten und das Restaurant wie auch die Terrasse mit ihren 17 Vierer- und den sieben Biergartentischen besetzten und bei Getränken aller Art die Eröffnung des Büffets kaum erwarten konnten.

„Seit dem 1. März sind wir hier und haben natürlich viel Arbeit gehabt, alles so herzurichten“, berichtet der Chef, der auch der Küchenchef ist. Mit roten und schwarzen Luftballons geschmückt und gemütlichem Mobiliar versehen machen die Gaststätte und die Terrasse einen einladenden Eindruck, der sich durch das freundliche Personal noch verstärkt.

„Wir rechnen mit dem Besuch der Badegäste, die bei schönem Wetter natürlich einen gewissen Stamm bedeuten“, so Varvaria Orfanopovlou, die für Organisation und den kaufmännischen Teil im neuen Restaurant verantwortlich zeichnet.

Eventuell wird auch noch
ein Frühstück angeboten

Zunächst ist geplant, von 10 Uhr morgens bis abends 22 Uhr zu öffnen, doch will man auch den Bedarf der großen Schar der Frühschwimmer, die sich schon ab 6.30 Uhr im Wasser tummeln, im Auge behalten. „Wenn da Wünsche geäußert werden, überlegen wir, schon früher zu öffnen, um den Frühschwimmern Kaffee oder ein Frühstück anbieten zu können. Da muss man die Entwicklung im Auge behalten“, schaut Daoud in die Zukunft und will zunächst mit insgesamt sieben Arbeitskräften beginnen.

Das mit dem „Zapfenstreich“ um 22 Uhr will man nicht so eng sehen. „Wenn um 22 Uhr noch Gäste drinnen oder an warmen Abenden draußen auf der Terrasse sitzen sollten, werden wir die natürlich auch nicht rausschmeißen“, sagt Varvaria.

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