Südstadt: Ausschuss gibt grünes Licht

Südstadt: Ausschuss gibt grünes Licht

Stadt wird Änderungen an der Verkehrsführung vornehmen.

Südstadt. Die Stadt wird den Verkehr in der Südstadt neu ordnen: Der Verkehrsausschuss gab am Donnerstag grünes Licht für das „Maßnahmenkonzept Verkehr - Bereich Südstadt / Dessauer Straße“. Dahinter verbirgt sich eigentlich ein Konzept von 2008, das jetzt in einer „kleinen Lösung“, wie Hannelore Reichl vom Ressort Straßen und Verkehr erklärte, umgesetzt wird.

Der Hintergrund: Die Verwaltung will verhindern, dass Autoströme durch die Südstadt fahren, wenn auch die Straße Döppersberg wieder durchgängig befahrbar ist. „Es macht keinen Sinn, den Verkehr dorthin zu lenken“, sprach sich Sedat Ugurman für die SPD für den Verwaltungsvorschlag aus.

Dem schlossen sich bei einer Enthaltung die anderen Fraktionen an. Auch die CDU, für die Hans-Jörg Herhausen die Frage stellte, ob die Fahrbahnbreiten im geplanten Bereich für Begegnungsverkehr ausreichen. Klare Antwort von Dezernent Frank Meyer: „Ja.“

Die CDU-Fraktion in der Bezirksvertretung Elberfeld hatte sich noch kritisch gegenüber dem Vorschlag geäußert. Unter anderem hatte sie moniert, dass durch die Neuregelung Umwege für Autofahrer entstehen. Diese will die Verwaltung aber bewusst in Kauf nehmen, damit der Bereich nicht mehr als Ausweichroute genutzt wird.

Unter anderem will die Stadt zunächst die Variante einer unechten Einbahnstraße in der Vereinstraße (das heißt mit Ausnahme von ÖPNV/Taxen/Radverkehr kann nur aus südlicher Richtung in die Vereinstraße eingefahren werden — innerhalb der Straße ist aber das Fahren in beiden Richtungen zulässig) umgesetzt werden. Der Fachbereich geht von einer „Reisezeiterhöhung“ von 26 Sekunden aus.

Außerdem soll der als Landesstraße L 417 klassifizierte Straßenzug Döppersberg/Dessauer Straße/Vereinstraße/Distelbeck auf eine Gemeindestraße zurückgestuft werden. Dann könne auch die Tempo-30-Zone ausgeweitet werden. Alles Vorschläge, mit denen sich zum Beispiel auch der Bürgerverein Elberfelder Südstadt einverstanden zeigte.

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