Studentin wagt Schritt in die Selbstständigkeit

Studentin wagt Schritt in die Selbstständigkeit

Amrei Feuerstack macht sich als Eventmanagerin selbstständig und plant schon die erste Großveranstaltung: Mit „Zündstoff“ wird sie am 25. Mai die Arena des neuen Coworking Space codeks einweihen.

Events mit vielen Besuchern liegen ihr. Mehr als 80 Gäste kamen zu ihrem 18. Geburtstag. Schokobrunnen, Security, Buffet — all das organisierte sie selbst. „Auch das spätere WG-Leben war von zahlreichen Partys und Musik-Sessions mit Dutzenden Menschen geprägt“, erzählt die 28-jährige Studentin.

Amrei Feuerstack

Nach dem Abitur zog es die gebürtige Sprockhövelerin für eine Sprachreise nach San Diego in Kalifornien, bevor sie zwischen 2012 und 2015 an einer Kölner Privathochschule den Bachelor in Kommunikationsdesign absolvierte. Den Uni-Stoff, bestehend aus Design, Kunst und Wirtschaftslehre, konnte sie mit ihrer Berufspraxis in einer Marketingagentur verbinden.

Im Anschluss ging es erneut für drei Monate nach San Diego. „Mich reizen dort vor allem das mexikanische Flair sowie die zahlreichen Künstler, Museen und Parks“, beschreibt sie ihre Faszination für die Stadt an der Pazifikküste, die ihr Leben geprägt hat: „Bei mir hat sich ein kompletter Perspektivwechsel eingestellt. Ich will mich ausprobieren, mich weiterbilden und etwas finden, hinter dem ich zu 100 Prozent und mit Leidenschaft stehe.“

Zurück in Deutschland orientierte sie sich im „Studium Generale“ an der Bergischen Universität neu. Sie arbeitete zudem bei der Kulturkarte der Wuppertaler Bühnen und nutzt bis heute intensiv die Bühnenflatrate. „Klassische Musik vom Sinfonieorchester, auch wegen der grandiosen Wuppertaler Stadthalle“ hört die leidenschaftliche Klavierspielerin am liebsten. Zudem konnte sie im Job Erfahrungen etwa im Verkauf oder in der Kundenberatung sammeln. An der Uni entschied sie sich Ende 2016 für den Bachelor Wirtschaftswissenschaften.

Campus

Wuppertal

Eine Vorlesung zum Thema „Unternehmensgründung“ und ihr Engagement bei der Studierendenorganisation Enactus, die weltweit gemeinnützige Projekte umsetzt, ließen Feuerstack erstmals über eine Selbstständigkeit nachdenken. Mittlerweile arbeitet sie im Bereich Marketing bei einem global operierenden Softwareunternehmen, was Datenanalyse und -optimierung betreibt: „Als Werkstudentin organisierte ich mit eigenen Verantwortungsfeldern Kongresse für hunderte Besucher.“

Mit ihrer Gründungsabsicht ging sie zur Industrie- und Handelskammer (IHK), besuchte die Wuppertaler Wirtschaftsförderung und ließ sich von lokalen Start-ups inspirieren. „Wie bekomme ich all meine Fähigkeiten in Organisation, Marketing, Design und Analyse unter einen Hut?“, fragte sie sich damals.

Im November vergangenen Jahres kam ihr die Antwort: als Eventmanagerin. Schon arbeitete sie den Businessplan aus, kündigte ihren Job, zog über bestehende Netzwerke erste Aufträge an Land und begann mit der Planung des eigenen Großevents: „Am 25. Mai möchte ich mit ‚Zündstoff’ die Vielseitigkeit von Wuppertal zeigen und binde dazu lokale Unternehmen und Startups ein.“

Geplant ist zum Beispiel ein „Speed Tasting“ mit dem Craft Beer Kiosk und ein Barista-Workshop mit der Kivamo-Kaffeerösterei. „Dazu gibt es eine Kunstausstellung von Philine Halstenbach und eine Afterhour-Party im Club Mauke“, ergänzt Feuerstack. ‚Zündstoff’ soll der Auftakt zu etwas „Großem“ werden, bei dem sie sich, wie schon in der Vergangenheit, von ihrem Gefühl leiten lassen möchte: „Alles, was ich bisher getan habe, ist nun in diese neue Aufgabe gemündet“, sagt sie freudestrahlend.

Mehr von Westdeutsche Zeitung