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Gut für Wuppertal: Studenten wollen Leben retten

Gut für Wuppertal : Studenten wollen Leben retten

Die Gruppe AIAS an der Uni wirbt für die Spende von Knochenmark. Sie sucht Unterstützer.

Grifflenberg. „Leben retten zwischen zwei Vorlesungen“. Das ist das Motto des gemeinnützigen Vereins „AIAS Wuppertal“ von Studenten der Bergischen Universität. Die Mitglieder engagieren sich für die Bekämpfung von Blutkrebs und veranstalten regelmäßig Registrierungsaktionen in Zusammenarbeit mit der Deutschen Knochenmarkspenderdatei, kurz DKMS. Dort können sich Studenten kostenlos in die Stammzelldatenbank aufnehmen lassen. Außerdem erfolgt eine ausführliche Aufklärung über Blutkrebs und eine Stammzellspende, die durch eine Blutabnahme erfolgt. Für die Registrierung wird eine Speichelprobe entnommen, die dann zusammen mit einem Personalbogen und einer Einverständniserklärung an die DKMS geschickt wird. Die Registrierung kann ebenfalls online vorgenommen werden.

Es gibt einige Kriterien, die ein potenzieller Spender erfüllen muss. Dazu gehört das Alter zwischen 17 und 55 Jahren, sowie der Ausschluss bestimmter Krankheiten.

Nach Abschluss der Registrierung werden die Gewebemerkmale des Spenders analysiert. Das Verfahren nennt sich „Typisierung“. Danach werden die Daten an das ZKRD (Zentrale Knochenmarkspender-Register Deutschland) übermittelt und die Spender stehen für Blutkrebspatienten weltweit zur Verfügung. Zu einer Stammzellentnahme kommt es jedoch nur bei höchstens fünf von 100 potenziellen Spendern innerhalb der ersten zehn Jahre. Gerade deshalb, appellieren die Mitglieder an die Studenten, sei es so wichtig, dass sich möglichst viele Personen in das Register aufnehmen lassen.

Die Aktionen finden seit der Vereinsgründung 2016 jeweils zum Semesterbeginn am Campus statt. Neben der Registrierung bei der DKMS verkaufen die Mitglieder meist Kuchen und veranstalten eine Tombola. Mit den Erlösen finanzieren sie die Projekte. „Da die Arbeit ehrenamtlich und der Verein gemeinnützig ist, sind wir auf Sponsoren angewiesen“, erklärt die Vorstandsvorsitzende Anna Feichtinger. Unterstützung bekommen sie zum Beispiel von Akzenta und anderen lokalen Firmen. Seit Juni dieses Jahres gibt es außerdem die Möglichkeit, über die Spendenplattform „Gut für Wuppertal“ zu spenden. Wichtig ist den Betreibern, dass die Spenden den gemeinnützigen Projekten ankommen. „AIAS Wuppertal“ hofft auf ein Spendenaufkommen von rund 2000 Euro. Anna Feichtinger betont aber, dass sie sich über jeden Euro freuen, der sie ihrem Ziel etwas näher bringt.

Die bundesweite Vernetzung der Vereine ist unter dem Namen „AIAS Deutschland“ bekannt und zählt seit der ersten Vereinsgründung im Jahr 2013 rund 36 500 typisierte Studenten. Mittlerweile sind 28 Hochschulen in ganz Deutschland vertreten, denn es engagieren sich immer mehr Studenten, die die Projekte auch an ihrer Universität umsetzen möchten.

Die Registrierungsaktionen sind meist sehr erfolgreich. Laut „AIAS Wuppertal“ konnten allein an der Bergischen Universität in den vergangenen Jahren mehr als 480 neue potenzielle Stammzellspender gewonnen werden. Die Übertragung gesunder Stammzellen ist in den meisten Fällen die einzige Aussicht auf Heilung im Kampf gegen Blutkrebs, betont die DKMS. Ziel der Vereine ist es, dass sich alle Studenten in Deutschland registrieren lassen, um mögliche Stammzellspender zu werden und damit potenziell Leben zu retten. Für dieses Vorhaben ist viel Engagement gefordert.

Die zwölf Vereinsmitglieder an der Wuppertaler Uni freuen sich immer über Unterstützung und Zuwachs: „Interessierte können immer gern am ersten Mittwoch im Monat um 18 Uhr zu einem Treffen in die Uni kommen“, betont die Gruppe.

dkms.de