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Studenten verwandeln Uni-Räume in Kunst

Studenten verwandeln Uni-Räume in Kunst

Ausstellung „Screenshot“ ist bis 12. Juli auf dem Campus Grifflenberg zu sehen.

Was für Kunst wird an der Wuppertaler Uni gemacht? Womit beschäftigen sich die Kunststudenten? Auf diese Fragen gibt „Screenshot“ zuverlässig Antwort. Angestoßen von Professorin Katja Pfeiffer, findet die Ausstellung zum zwölften Mal statt. „Screen—shot ‘18“ ist im Unigebäude I auf dem Campus Grifflenberg zu sehen. Arbeiten des laufenden Semesters aus den Bereichen Malerei, Bildhauerei, Grafik, Fotografie, Video und Installation verwandeln Räume in Kunstorte.

Austoben durfte sich Studentin Marita Speen. Ihre Idee eines Wandgemäldes überzeugte die Ausstellungsjury, die aus zwei Dozenten und sechs Studierenden der Fakultät für Design und Kunst besteht. Anderthalb Wochen hatte sie Zeit, ein Hörsaalfoyer mit Acryl- und Sprühfarben zu verwandeln. Abstrakte Linien und Flächen ziehen sich auf einer Länge von über 20 Metern dahin. Mit farbigen Klebebändern hat sie auch Hörsaaltür und Fußboden in ihre Komposition einbezogen.

Speen war auch in den Vorjahren bei „Screenshot“ dabei. Was der Auffassung von Initiatorin Pfeiffer entspricht, dass jeder während seines Studiums mindestens einmal hier ausstellen soll. Möglich ist auch die Kombination von alten und neuen Werken. Die Zeichnungen von Stella Miranda Treffler etwa bilden inzwischen einen Zyklus mit dem Oberthema „Märchen“. So kann man die künstlerische Entwicklung auf einen Blick nachvollziehen.

Einen eigenen Raum hat Lara Krauß geschaffen. Die Innenseite eines drei Meter hohen Rundbaus aus Holz hat sie vollständig bemalt. Der Besucher gelangt durch einen schmalen Eingang hinein und kann eintauchen in eine fantastische Pflanzenwelt.

Daneben liegen in einem Schaukasten Werkzeuge unterschiedlicher Größen. Wer die Zangen und Stangen für Fundstücke hält, liegt falsch. Es sind Unikate, die Marc Kox selber zusammengebaut hat. Auf der Schnittstelle von Kunst und Wissenschaft sind die Fotos von Lina Weichold angesiedelt, denn ihre Aufnahmen machen aus menschlichen Nervensträngen Landschaften.