Soziales Sie ist Hebamme aus Leidenschaft: Stephanie Poggemann hat im Briller Viertel in Wuppertal eine Wochenbett-Ambulanz eröffnet

Wuppertal · Als sich die Gelegenheit bot, hat sie schnell zugegriffen. Seit Mai ist Hebamme Stephanie Poggemann im Briller Viertel an der Goebenstraße ansässig und hat dort die erste Wochenbettambulanz in Wuppertal eröffnet.

Stephanie Poggemann hilft Schwangeren in ihrer Wochenbett-Ambulanz.

Stephanie Poggemann hilft Schwangeren in ihrer Wochenbett-Ambulanz.

Foto: Bernadette Brutscheid

Vorher hat sie Hausbesuche gemacht, meistens verbunden mit einem großen Zeitaufwand. „Hier kann ich nun die Frauen mit meinen Angeboten betreuen“, freut sie sich und das ist eher die Ausnahme.

Dass sie ihren Beruf liebt, ist zu spüren. „Ich bin Hebamme aus Leidenschaft“, erklärt sie. 2014 schloss sie ihre Ausbildung erfolgreich mit dem Staatsexamen ab und arbeitete als freiberufliche Hebamme in Wuppertal. Da sie sich zusätzlich akademisch qualifizieren wollte, schloss sie parallel dazu 2016 das Studium der Hebammenkunde in Köln mit dem Bachelor of Science in Midwifery ab.

In gemütlicher Atmosphäre findet nun am Brill die Betreuung während der Schwangerschaft und im Wochenbett statt. Während der ersten vier bis fünf Wochen kommt sie zu den jungen Familien nach Hause. „Eine Betreuung durch eine Hebamme ist sehr wichtig. So können bereits im Vorfeld Probleme erkannt, besprochen und ausgemerzt werden. Außerdem haben nicht alle werdenden Eltern ihre Familien um sich.“

Sie ist Ansprechpartnerin für sie und ihre Fragen, auch Ängste und Unsicherheiten. Gerade dieser direkte Umgang mit den Menschen bereitet ihr viel Spaß. „Ich freue mich, dass ich sie in dieser sensiblen Zeit individuell unterstützen kann, bei Fragen von den körperlichen Veränderungen bis zur Erstausstattung für das Kind.“

Bei der Schwangerenvorsorge entscheidet die Frau das für sie geeignete Model. Sie erfolgt im Wechsel mit der Gynäkologin/Gynäkologen oder, bis auf drei Ultraschalluntersuchungen, komplett durch Stephanie Poggemann. Frauen, die keine Hebamme gefunden haben, begleitet sie gerne auch ausschließlich in der Schwangerschaft und bereitet sie auf die Zeit nach der Geburt vor.

Yoga hilft während
der Schwangerschaft

Geburtsbegleitung macht sie nicht mehr, ihre momentane Tätigkeit ist besser mit der Familie vereinbar. Poggemann gibt Hilfeleistungen bei Beschwerden in der Frühschwangerschaft wie Hyperemesis (Übelkeit und Erbrechen mit Gewichtsverlust), Rückenbeschwerden oder  Ischialgie.

Auch Schwangeren-Yoga bietet sie an, sodass die Frauen fit und beweglich bleiben, körperliche Beschwerden gelindert und durch Atemtechnik die Geburt erleichtert wird. In ihrer Wochenbett-Ambulanz bietet sie auch den Müttern, die keine Hebamme haben, die zu ihr nach Hause kommt, als „Notlösung“  die Möglichkeit an, zu ihr zur Beratung und Unterstützung zu kommen.

Individuelle Beratung gibt es bis zum Ende des neunten Lebensmonats – zum Beispiel zum Thema Beikost  oder Stillen. Mit spezieller Gymnastik und Yoga wird beim postpartalen Training der Körper nach der Geburt wieder gefestigt und gestärkt.

Poggemann ist eine der wenigen Hebammen in der Stadt, die Akupunktur zur Linderung unterschiedlicher Beschwerden anbietet. Ab der 37. Schwangerschaftswoche bietet sie geburtsvorbereitende Akupunktur an, auch in Absprache für Frauen, die sie sonst nicht als Hebamme betreut. „Der direkte Kontakt zu den werdenden Eltern ist das Schöne. Er ist immer wieder unterschiedlich, nie langweilig und man erkennt die Erfolge.“ Weitere Infos zu Kursen und Preisen unter:

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