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Stephan Grell mimt seit 25 Jahren Elvis Presley

Stephan Grell mimt seit 25 Jahren Elvis Presley

1992 wurde er in Florida als Imitator ausgezeichnet.

Varresbeck. So viele Prinzenpaare sieht man sonst nur bei Fürstenhochzeiten: Allerdings handelte es sich eher um Tollitäten als um blaublütige Hoheiten, die in Varresbeck in die Gaststätte „Zum Schlachthof“ gekommen waren, um das 25-jährige Bühnen-Jubiläum von „Steven Elvis“ zu feiern. Stephan Grell (55) steht seit einem Vierteljahrhundert als Imitator des längst verblichenen King of Rock´n Roll, Elvis Presley, auf der Bühne und hatte deshalb 60 Gäste eingeladen, um mit ihnen die Zeiten von „Elvis the Pelvis“ („das Becken“, wegen seines unnachahmlichen sexy Hüftschwungs) aufleben zu lassen.

1992 hatte Stephan Grell in Florida als Elvis-Imitator an einem Karaoke-Wettbewerb teilgenommen und war auf Anhieb Zweiter geworden. „Du musst bei uns beim Tanz in den Mai den Elvis machen“, wurde ihm daraufhin von seinen Kollegen vom Werkschutz bei Bayer mitgeteilt. Und am 30. April 1993 rockte Stephan Grell dann im stilgerechten schneeweißen Seidenanzug die Bühne in der damaligen Bayer-Sporthalle und nannte sich ab dann in Abwandlung seines Vornamens „Steven Elvis“.

Wie gut er den „King“ noch drauf hat, bewies der auch als Präsident der Weinberger Funken bekannte „Steven“ am Samstagabend gleich zu Beginn, als er die „Blue suede shoes“ und „Don‘t be cruel“ ins Mikrofon schmetterte. Da rockten und tanzten nicht nur die Gäste begeistert mit, sondern auch der Wirt hinter dem Tresen wippte im Rhythmus mit, als er das Bier zapfte.

Stephan Grell hat seine Fähigkeiten als Sänger, DJ und Entertainer zwischenzeitlich ausgeweitet und tritt NRW-weit auf. „Inzwischen singe ich alles“, bekannte der fröhliche Karnevalist und Unterhaltungskünstler grinsend. Und dass es im Hosenbund „ein wenig“ spannt, macht dabei gar nichts. Schließlich war auch sein Vorbild in den letzten Jahren seines musikalischen Schaffens alles andere als eine „Elfe im Moos“. Um 22 Uhr hatte der Jubilar für seine Gäste noch einen besonderen Clou parat: Alle erhielten als glitzernde Erinnerung an den Abend eine Plakette mit dem Abbild des „Kings“. fwb