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Stellenabbau in Wuppertal: Oberbürgermeister appelliert an Schaeffler

Massiver Stellenabbau in Wuppertal : Oberbürgermeister appelliert an Schaeffler-Geschäftsführung

Schaeffler will die meisten der etwa 700 Stellen in Wuppertal betriebsbedingt streichen. Oberbürgermeister Uwe Schneidewind appelliert an die Geschäftsführung des Unternehmens.

Schaeffler will die meisten der etwa 700 Stellen betriebsbedingt streichen. Nur 25 Arbeitsplätze sollen erhalten bleiben. „Die Ankündigung (...) ist ein herber Schlag für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Und er ist nur schwer nachvollziehbar, da IG Metall und Betriebsrat ein betriebswirtschaftlich belastbares Zukunftskonzept für den Erhalt des Produktionsstandortes mit zukunftsfähigen Produkten und Dienstleistungen vorgelegt haben“, wird Wuppertals Oberbürgermeister Uwe Schneidewind in einer Pressemitteilung der Stadt zitiert. Er appelliere an die Geschäftsleitung, dieses Konzept nicht einfach bei Seite zu wischen.

Anfang Februar hatte es Gespräche zwischen IG Metall und Betriebsrat in Schweinfurt mit dem Industrie- und Automobilzulieferer Schaeffler gegeben. Diese waren ohne Ergebnis zu Ende gegangen: „Wir haben durchaus Bewegung des Arbeitgebers erkennen können“, sagte ein Gewerkschaftssprecher. Aber gerade bei der Zukunft des Standorts in Wuppertal hätten die Vorstellungen noch weit auseinander gelegen.

Schaeffler hatte im Herbst angekündigt, hauptsächlich in Deutschland 4400 Arbeitsplätze an 17 Standorten abbauen zu wollen. Dabei sollen 6 Standorte geschlossen, Arbeitsplätze verlagert oder verkauft werden. Die Unternehmensleitung begründete den Schritt mit Notwendigkeiten im industriellen Transformationsprozess sowie mit der Corona-Krise.

(red)