Soziales Miteinander: Stadtteilservice fördert soziales Zusammenleben

Soziales Miteinander : Stadtteilservice fördert soziales Zusammenleben

Angebot wird auf Sonnborn ausgeweitet.

Die Arbeit der Stadtteilservices wird ausgeweitet. In Vohwinkel bedeutet das eine Erweiterung der Angebote auf den Bereich Sonnborn. Dadurch soll stadtteilübergreifend ein soziales Zusammenleben sowie ein familienfreundliches Umfeld gefördert werden. Träger bleibt die Diakonie Wuppertal. „Wir bieten Menschen mit Unterstützungsbedarf schnelle und unkomplizierte Alltagshilfen an“, erläutert Torsten Angenendt, Leiter des Vohwinkeler Stadtteilservice. Dies könne der alleinerziehende Vater sein, der Unterstützung beim Einkaufen benötigt, die Rollstuhlfahrerin, die zum Arzt begleitet werden muss oder die alleinstehende Seniorin, für die persönliche Ansprache und Kontakte wichtig sind. „Gerne unterstützen wir aber auch Seniorenheime bei der täglichen Freizeitgestaltung der Menschen. Zudem helfen wir Kirchengemeinden, Schulen und gemeinnützigen Vereinen“, so Angenendt. Der Stadtteilservice soll ein schnelles und unbürokratisches Angebot sein.

Das seit mehr als zehn Jahren laufende Projekt richtet sich an langzeitarbeitslose Frauen und Männer und gibt ihnen die Möglichkeit, sich in ihrem Stadtteil zu engagieren, um so das Leben im Quartier attraktiver zu gestalten. „Hierbei werden berufliche Grund- und Schlüsselqualifikationen zur Integration in den allgemeinen Arbeitsmarkt vermittelt“, erläutert Torsten Angenendt. Die Teilnehmer sollen dadurch die Möglichkeit erhalten, eigene Interessen und Fähigkeiten zu erkennen und Ressourcen auszubauen. Diese Arbeit ist in den Quartieren mittlerweile unverzichtbar geworden. Konzipiert als Beschäftigungsprojekt sind die Mitarbeiter des Stadtteilservice wichtige Ansprechpartner und Alltagshelfer, deren Einsatz von den Menschen vor Ort geschätzt wird. Aus diesem Grund entschied sich das Jobcenter zur stadtweiten Ausweitung der Dienstleistung.

Insgesamt wurden 21 sozialversicherungspflichtige Beschäftigungsverhältnisse geschaffen, die vor allem als Anleiter in den einzelnen Teams agieren. „Die Aufstockung des Personals um rund 75 Prozent ist ein logistischer und finanzieller Kraftakt, den wir aber gerne gemacht haben“, sagt Andreas Kletzander vom Vorstand des Jobcenters. „Uns persönlich lag die Aufstockung der Stadtteilservice auch sehr am Herzen, um so den Auswirkungen der zunehmenden Altersarmut entgegenwirken zu können“, ergänzt Frank Gottsmann, Geschäftsführer der Wuppertaler Arbeiterwohlfahrt und Stadtteilservice Sprecher.

Die Mitarbeiter sind täglich von montags bis freitags in ihrem Quartier in Zweiergruppen unterwegs. Dabei überwachen sie auch den Zustand öffentlicher Flächen und informieren im Fall von Verunreinigungen oder Beschädigungen ESW oder AWG. ebi

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