WSW-Kanalarbeiten führen zu mehr Staus auf der Kaiserstraße

Baustelle : WSW-Kanalarbeiten führen zu mehr Staus

Standort für Supermarkt an der Kaiserstraße wird an das Netz angeschlossen.

. Wer mit dem Auto auf der Kaiserstraße in westlicher Richtung unterwegs ist, braucht gerade im Berufsverkehr Geduld. Vor dem stark belasteten Kaiserplatz gibt es immer wieder lange Rückstaus. Derzeit müssen Autofahrer bereits auf Höhe der Bissingstraße zusätzliche Zeit einplanen. Hier finden seit knapp einem Monat Kanalbauarbeiten der Wuppertaler Stadtwerke (WSW) statt. Eine Baustellenampel regelt den Verkehr. Dadurch ist die vielbefahrene Kaiserstraße einspurig – und wird zum Nadelöhr.

Ursprünglich sollten die Arbeiten nach drei Wochen abgeschlossen sein. Die Maßnahme hat sich aber um zwei Wochen verzögert. Hintergrund ist laut WSW Klärungsbedarf mit dem Bauherrn der angrenzenden Kaufland-Baustelle. Für das Projekt soll ein Kanalanschluss hergestellt werden. „Hier war ein umfangreicher Abstimmungsprozess notwendig“, erklärt WSW-Sprecher Rainer Friedrich. Dabei sei es unter anderem um die Dimensionierung der Kanalrohre gegangen. Die dafür nötigen Bauteile hätten erst relativ spät bestellt werden können. Dies sei mittlerweile geschehen. Die Baustelle werde jetzt bald abgeschlossen. „Wir gehen davon aus, dass wir in den nächsten Tagen den Kanalanschluss herstellen und die Maßnahme spätestens zum Ende kommender Woche beenden können“, sagt Friedrich.

Am Kaufland könnte es Linksabbiegerverbote geben

In den vergangenen Jahren hatten die WSW in mehreren Bauabschnitten bereits umfangreiche Kanalarbeiten an der Kaiserstraße durchgeführt. Dafür investierten die Stadtwerke mehr als vier Millionen Euro. Damit sollte die Entwässerungssituation im Stadtteilzentrum verbessert werden. Durch Starkregen liefen hier wiederholt Kellerräume voll. Bei den laufenden Arbeiten gehe es nach Aussage der WSW aber ausschließlich um den Kanalanschluss an die Großbaustelle auf dem ehemaligen Gebhardgelände. Hier wird neben dem Kaufland-Markt eine Mischnutzung aus Büros, Arztpraxen und Wohnen entstehen. Insgesamt investiert die Clees-Gruppe dafür rund sieben Millionen Euro.

Bezüglich der Kaiserstraße hofft Bezirksbürgermeister Heiner Fragemann (SPD) auf Besserung: „Vohwinkel ist im Moment wirklich von Baustellen geplagt.“ Doch auch wenn der Verkehr vor dem Kaufland demnächst wieder flüssiger läuft, wird sich erst nach der Eröffnung des Marktes zeigen, wie sich die zusätzlichen Verkehrsströme auf das Vohwinkeler Zentrum auswirken. Laut einem Gutachten der Stadt könnte es im Bereich Kaiserplatz eng werden. Notfalls drohen hier und an der Lienhardstraße Linksabbiegeverbote.

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