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Warnbaken: Hindernis statt Verkehrssicherheit

Warnbaken: Hindernis statt Verkehrssicherheit

Anwohner der Lessingstraße ärgern sich über Warnbaken auf der Straße, die regelmäßig von Autofahren beschädigt werden.

Vohwinkel. Da liegt sie, umgeknickt und plattgefahren an der oberen Lessingstraße: die rot-weiße Warnbake. Wer das beschädigte Verkehrszeichen nicht sieht und versehentlich überfährt, vernimmt ein hässliches Geräusch unter den Autoreifen.

An vielen Stellen in Vohwinkeler Dichtervietel sind die rot-weißen Baken aufgestellt, meist auf schraffierten Sperrflächen in Kreuzungsbereichen. Eigentlich sollen sie verkehrsberuhigend wirken, die Wohnstraßen künstlich verengen und Autofahrer zu umsichtiger Fahrweise bewegen. "Doch was ist der Sinn und Zweck der aufgestellten Warnbaken, wenn sie ständig umgefahren werden?" fragt sich Anwohner Frank Lewandowski.

Das Verkehrszeichen auf der Lessingstraße sei nicht das erste beschädigte: "Die letzte Warnbake stand genau zehn Tage dort, bevor sie jemand umgefahren hat", sagt Lewandowski.

Diese Häufigkeit mag Marcus Issel von der Stadtverwaltung nicht bestätigen - um gerade einmal drei erneuerte Baken habe es sich im Jahr 2009 gehandelt. Rund 150 Euro koste eine Warnbake. Sinnvoll seien sie in jeden Fall, so Issel. Das Dichterviertel werde auch vom Durchgangsverkehr genutzt, vielfach seien Autofahrer zu schnell auf den Wohnstraßen unterwegs. Und die rot-weißen Schilder seien nun einmal die günstigste Art dieser Verkehrsberuhigung.

Anwohner Lewandoswki hat da seine Zweifel: "Meist werden die Schadensverursacher nicht ermittelt." Und wenn sie Schilder regelmäßig ersetzt werden müssten, dann sei das Ganze auch keinesweges mehr so günstig: "Die Warnbaken werden schließlich auf Kosten des Steuerzahlers erneuert."