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Schwere Wahl: Welcher Kindergarten ist der Richtige?

Schwere Wahl: Welcher Kindergarten ist der Richtige?

Schnuppertag für interessierte Eltern in vier Einrichtungen.

Vohwinkel. Über einer Plastikwanne hängen drei Blechdosen. Bei genauerer Betrachtung sind Löcher in verschiedenen Größen in den Böden der Dosen zu erkennen. „Die Kinder haben vergangene Woche entdeckt, dass sie damit ihre Puppen duschen können“, erklärt Magrit Sauerwein.

Die Erzieherin führte am vergangenen Sonntag Eltern und ihre Sprösslinge durch den Evangelischen Kindergarten Schlüssel. In dem modernen Gebäude, das vor zwei Jahren kindgerecht umgebaut wurde, ist eine Menge Platz zur kreativen Entfaltung. Ob Lesestübchen, Forscherraum, Werkstatt oder Rollenspielbereich — die ganzheitliche Förderung der Kinder steht im Vordergrund. Und so wird auch das weitläufige Außengelände für Spiel, Sport und vor allem ganz viel Spaß genutzt.

Den haben die Eltern übrigens im zweimal wöchentlich stattfindenden Elterncafé des Kindergartens. „Hier können sie sich austauschen, zusammen Kaffee trinken. Das ist total beliebt“, sagt Sauerwein. So beliebt übrigens, dass bald noch mehr Stühle für das Café angeschafft werden müssen.

Insgesamt 35 Stunden ist der Kindergarten jede Woche geöffnet. Bring- und Abholzeiten sind flexibel. Und wenn ein Kind mal etwas länger bleiben soll, weil Papa oder Mama einen längeren Arbeitstag als sonst haben, reicht eine kurze Info am Morgen bei den Erziehern. „Diese Flexibilität ist vor allem für berufstätige Eltern eine enorme Entlastung“, weiß Erzieherin Sauerwein.

Aber auch die drei anderen Kindergärten der Evangelischen Kirchengemeinde Vohwinkel haben einiges zu bieten. Die Entscheidung, welche davon das eigene Kind besuchen soll, fällt da nicht leicht.

Begehrt: Die U3-Betreuung im Kindergarten Ehrenhainstraße

In der Lessingstraße wurde jüngst ein Kunstprojekt in Zusammenarbeit mit dem Von der Heydt- Museum durchgeführt. Der Kindergarten in der Rubensstraße hat sich auf Bewegungsförderung spezialisiert, und in der Ehrenhainstraße steht — aufgrund der sozio-kulturellen Struktur der Nachbarschaft — Sprachförderung hoch im Kurs. „Es kommen Kinder, die sprechen kein Wort Deutsch, wenn sie zu uns kommen“, erklärt Kindergartenleiterin Anja Walter.

In den nächsten Jahren soll das Angebot für U3-Kinder übrigens ausgeweitet werden. Aus gutem Grund: 17 Anmeldungen für nur sechs Plätze liegen vor. Insgesamt besuchen 64 Kinder die integrative Einrichtung am Dasnöckel.