Wuppertal: Randbebauung: Endspurt am Lienhardplatz

Wuppertal : Randbebauung: Endspurt am Lienhardplatz

Randbebauung geht in die heiße Phase. Erste Praxen sollen in den kommenden Wochen öffnen.

Vohwinkel. Endspurt bei der Lienhardplatz-Randbebauung: Die ersten Arztpraxen und die Apotheke sollen bereits in den kommenden Wochen eröffnet werden. Parallel startet die Vermarktung der Wohnungen. Anfang 2017 folgt laut Clees-Gruppe dann die komplette Inbetriebnahme des Gebäudes. Das Unternehmen investiert rund acht Millionen Euro.

Für Vohwinkel ist die Fertigstellung des Wohn- und Geschäftshauses im Vohwinkeler Zentrum nichts weniger als ein Meilenstein. Die konkreten Bemühungen um eine Entwicklung des Areals reichen bis in die 90er Jahre zurück. Dabei gab es ein Kommen und Gehen von Investoren mit ganz unterschiedlichen Entwürfen. Das jetzige Konzept sieht einen Mix aus Wohnraum, Arztpraxen, Gewerbe und Gastronomie vor. Insgesamt stehen dafür rund 5000 Quadratmeter Nutzfläche zur Verfügung. Das neue Gebäude ist Mittelpunkt einer weitreichenden Aufwertung im Bereich Kaiserstraße. So verantwortet die Clees-Gruppe zusätzlich die Neugestaltung der Außenanlagen rund um den Lienhardplatz und den Neubau des Gebhardgebäudes. Bei Letzterem kam es allerdings zu Verzögerungen. (Siehe Infokasten). Dagegen können die künftigen Nachbarn des Lienhardplatz-Komplexes bereits ihre Umzugskartons packen.

Auch für Bodo Schmitz-Urban sind es aufregende Wochen. Der Inhaber der Falken Apotheke wird an der Kaiserstraße eine weitere Filiale betreiben. Die Eröffnung ist für den 1. Dezember geplant. „Die Spannung steigt“, sagt der Apotheker. Er hat sich für sein 250 Quadratmeter großes Ladenlokal etwas Besonderes ausgedacht. Eine transparente Rezeptur-Theke im Design der neuen Schwebebahn dürfte die Blicke auf sich ziehen. Bodo Schmitz-Urban hat sich bewusst für den neuen Standort entschieden: „Es ist schön, Teil der positiven Entwicklung im Vohwinkeler Zentrum zu sein.“

Die Clees-Gruppe hofft, dass dies auch die weiteren Bewohner so sehen. Die neue Immobilie verfügt über 31 Mietwohnungen. Sie sollen ab dem 1. Januar 2017 schrittweise bezugsfertig werden. Die zum Teil barrierefreien Wohnungen haben zwei bis vier Zimmer und eine Fläche zwischen 52 und 124 Quadratmetern. Auch Tiefgaragen-Stellplätze können angemietet werden. „Wir freuen uns, dass wir in Vohwinkel neuen und attraktiven Wohnraum direkt am Lienhardplatz geschaffen haben“, sagt Investor Alexander Clees. Das Unternehmen will damit urbanes Leben in einem aufstrebenden Stadtteil anbieten.

Fast vollständig vermietet sind nach Aussage des Investors die Gewerbeflächen. Außer der Apotheke und den Arztpraxen gibt es weitere Büroflächen. Von zentraler Bedeutung ist auch die geplante Gastronomie mit Außenbereich auf dem Lienhardplatz. „Damit erfüllt die Immobilie zukünftig eine wichtige Versorgungs- und Treffpunktfunktion für den Stadtteil“, sagt Alexander Clees. Von Bürgern und Politik wird das ausdrücklich begrüßt. Gerade die Außengastronomie war eine wichtige Forderung. „Wir freuen uns natürlich darüber, dass dies erfüllt wird“, sagt Bezirksbürgermeister Heiner Fragemann (SPD). Weniger begeistert ist er allerdings darüber, dass es die von der BV seit Jahren geforderte optisch ansprechende Passage zwischen Lienhardplatz und Kaiserstraße so nicht geben wird. Geplant ist zwar eine fußläufige Verbindung. Dazu müssen Passanten allerdings erst von der Kaiserstraße aus durch die Apotheke in den Innenhof. Von hier aus sollen dann ein Aufzug und eine Treppe zum rückwärtigen Gebäudeteil führen.

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