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Vohwinkel: Nachwuchswikinger für eine Woche

Vohwinkel : Nachwuchswikinger für eine Woche

Das traditionelle Sommerlager der freien evangelischen Gemeinde entführte die Teilnehmer in diesem Jahr in die Erobererzeit der alten Nordmänner.

Vohwinkel. Es herrscht geschäftiges Treiben auf dem großen Platz. Überall wird gehämmert, gesägt und gewerkelt. Auch im Küchenzelt laufen die Vorbereitungen bereits auf Hochtouren. Schließlich hat die Wikingerhorde angesichts der zahlreichen Aktivitäten mächtig Appetit. Da werden beim Mittagessen schon mal 15 Kilo Nudeln oder zum Frühstück 30 Liter Milch mit Müsli verputzt.

Beim traditionellen Sommerlager der Freien Evangelischen Gemeinde Vohwinkel ist es für die kleinen Nordmänner keine Sekunde langweilig. In diesem Jahr beteiligen sich mehr als 90 Kinder zwischen acht und zwölf Jahren und 60 Mitarbeiter bei der Zeltwoche auf dem Gelände der Diakonie Aprath.

Das Wikingermotto wird dabei imposant umgesetzt. Große Holztürme, eine Zugbrücke und sogar ein selbstgebautes Langschiff sorgen für Abenteureratmosphäre. „In diesem Jahr waren die Vorbereitungen wegen der großen Teilnehmerzahl besonders aufwendig“, erklärt Tobias Millard vom Leitungsteam. Eine Woche wurde für den Aufbau benötigt.

Besonders eindrucksvoll ist ein riesiges Veranstaltungszelt mit Bühne, in das mehr als 200 Personen passen. Den Organisatoren ist es wichtig, dass die Kinder sich wohlfühlen und Beschäftigungsmöglichkeiten haben. Unter fachkundiger Aufsicht dürfen sie mit Hammer und Säge Sitzmöbel bauen.

Hoch im Kurs stehen auch Geländespiele, Nachtwanderungen und Floßfahrten. Der achtjährige Lars-Fiete ist vom Programm begeistert und wirkt mit Kostüm und Perücke wie ein echter kleiner Wikinger. „Die Türme sind toll“, sagt er. Auch die zehnjährige Annalen geht ganz in ihrer Rolle auf und hat bereits einen Sessel gebaut. „Wir haben auch einen Staffellauf gemacht“, erzählt sie. Probleme wie Heimweh sind bei so vielen spannenden Angeboten schnell vergessen.

„Die Kinder sollen sich auf die Woche einlassen und daher ist es üblich, dass die Eltern an den regulären Tagen nicht zu Besuch kommen“, erklärt Tobias Millard. Beim Abschlussfest sind Mama und Papa dann aber herzlich willkommen und lassen sich von ihrem stolzen Nachwuchs die handwerklichen Ergebnisse zeigen.

Auch zu erzählen gibt es genug. Neben den vielen Aktivitäten ist auch eine „stille Zeit“ eingeplant, in der die Kinder zu Ruhe kommen sollen. Dabei werden unter anderem Bibelstunden veranstaltet. Das Sommerlager ist aber überkonfessionell und richtet sich wie die anderen Angebote der Freien Evangelischen Gemeinde Vohwinkel an alle Kinder und Jugendlichen (siehe Kasten). „Wir haben auch muslimische Teilnehmer“, sagt Tobias Millard.