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Malkreis Markuskirche: Neue Ausstellung von Hermann Volmers

Malkreis Markuskirche: Neue Ausstellung von Hermann Volmers

Erst war er von Beruf maler, jetzt Hobby-Künstler: Hermann Volmer zeigt 48 Gemälde im Gemeindehaus.

Vohwinkel. "Junge, du kannst gut malen. Du wirst Anstreicher." So beschied Mutter Volmer kurz nach dem Krieg ihrem damals 14 Jahre alten künstlerisch begabten Sprössling Hermann, der dann auch Anstreicher-Geselle wurde. Doch über dem Umgang mit Quast und Farbeimer vergaß der heute 73-Jährige nicht seine eigentliche Liebe: die Kunstmalerei.

Und die nimmt den rüstigen Rentner täglich in Anspruch, denn seine Schaffenskraft ist ungebrochen. Davon konnten sich viele Besucher der Galerie im Gemeindehaus Markuskirche überzeugen.

48 Gemälde von Hermann Volmer zierten die Wände des Ausstellungsraums, wobei das Mitglied des Malkreises auch einen Überblick über die Vielseitigkeit seines Schaffens gab. Im Malkreis sah der bis dahin nur als Öl- und Acryl-Maler tätige Volmer auch die Werke der anderern Mitglieder, die sich vornehmlich mit Aquarellen beschäftigen.

Der Remscheider beschloss, seine künstlerischen Aktivitäten zu erweitern, trat dem von Rolf Stratmann, Erich Rauenbusch und Klaus Fritzsche geleiteten Malkreis bei, und überrascht bei den zweiwöchigen Treffen die anderen Freizeitkünstler mit immer neuen Bildern.

"Für ihn gibt es nichts Beglückenderes als Malen", verriet Wolfgang Riedel in seiner Eröffnungsrede. Und die Freude am Umgang mit Pinsel und Farbe drückt sich in allen 48 Werken aus, die sich in Landschaften aus der ganzen Welt ebenso wieder findet wie in surrealistischen Bildern oder Motiven auf schwarzem Grund aus dem alten Russland.

Was den Untergrund angeht, so ist der Künstler nicht wählerisch: Aquarellpapier, Pappe, mit Stoff beklebte Hartfaserplatten, ja selbst die Rückseiten verschiedener Gemälde bilden die Grundlage für seinen unermüdlichen Schaffensdrang, so dass auch "Wendebilder" in der Ausstellung am Lüntenbecker Weg zu bestaunen sind. Volmer hat auch etliche Jahre bemalte chinesische Möbel restauriert und diese Erfahrungen ebenfalls in seinen farbenprächtigen Bildern verarbeitet.

Die Ausstellung ist jeweils sonntags von 11 bis 12 Uhr geöffnet, mittwochs von 15 bis 16 Uhr oder nach Rücksprache mit Rolf Stratmann unter Telefon 712641.