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Lienhardplatz: Den Häusern geht es an den Kragen

Lienhardplatz: Den Häusern geht es an den Kragen

Der Abriss hat begonnen — zur Freude vieler Anwohner. Arbeiten werden etwa vier Wochen dauern.

Vohwinkel. Mit voller Wucht stößt der große Greifarm des Baggers ins Mauerwerk. Das 24 Tonnen schwere Gefährt bringt die massive Wand fast mühelos zum Einsturz. Anschließend geht es gleich weiter zum nächsten Gebäudeteil. Schon nach kurzer Zeit ist nur noch eine Schutthalde übrig. „Das wurde auch Zeit“, kommentiert Gerd Walter.

Der Vohwinkeler ist extra vorbeigekommen, um den Beginn der Abrissarbeiten neben dem Lienhardplatz mitzuerleben. Seit vergangenem Donnerstag geht es den maroden Häusern auf der östlichen Seite an den Kragen. Damit fällt auch der Startschuss für die Randbauung des zentralen Stadtplatzes. Die Clees Gruppe plant hier ein Wohn- und Geschäftshaus mit 5000 Quadratmetern Nutzfläche.

Zudem wird ein Café mit Außengastronomie den Platz beleben. Damit soll der im Moment wenig ansehnliche Randbereich deutlich aufgewertet werden. Schon lange sind Bürgern und Politiker die abbruchreifen Häuser hier ein Dorn im Auge.

„Dieser Schandfleck muss endlich verschwinden“, sagt Walter. Er begrüßt das Vorhaben und wünscht sich eine schnelle Umsetzung. Rund vier Wochen wird der Abriss dauern. Da einige der alten Gebäude teilweise an private Wohnhäuser grenzen, ist Maßarbeit gefragt. „Wir müssen in diesem Fall erst mit speziellen Geräten eine Trennung schaffen“, erklärt Abbruchunternehmer Richard Schönhoff. Erst danach kommen die Bagger wieder zum Einsatz.

Bisher gibt es auf der Baustelle nach Aussage der Clees-Gruppe keine Probleme. „Es läuft alles planmäßig“, sagt Projektleiterin Kai-Alexandra Jansen. Nach dem Abriss soll der Rohbau des Wohn- und Geschäftshauses bis Jahresende stehen. Mit der Fertigstellung rechnet die Clees Gruppe im Sommer 2015. Zusätzlich zur Bebauung wird es neben dem Lienhardplatz einen begrünten Innenhof geben. Das Projekt hat ein Investitionsvolumen von acht Millionen Euro.