Lienhardplatz: Baustart im Frühjahr

Vertreter von Investor Clees kündigt bei der Bürgerversammlung eine Apotheke und Arztpraxen an. Brandschutzmängel bremsen die Bauarbeiten an der alten Post.

Vohwinkel. Die von der Stadt stillgelegte Baustelle in der alten Post, die Schwierigkeiten beim Erhalt der Fassade des Gebhardgebäudes und nicht zuletzt der verschobene Baustart für die Lienhardplatz Randbebauung: Bei der Diskussion um die Clees-Projekte im Stadtteilzentrum gab es am vergangenen Mittwoch reichlich Gesprächsstoff. Eingeladen hatte die Vohwinkeler Bürgergruppe „Wir tun was“. Die Veranstaltung im großen Saal der Gaststätte Alter Kaiser war äußerst gut besucht, zumal Investor Alexander Clees selbst die Fragen der Teilnehmer beantworten wollte. Aus terminlichen Gründen sagte er allerdings kurzfristig ab. Stattdessen gab sein Finanzleiter Ulrich Hort Auskunft über den derzeitigen Sachstand — und musste sich erstmal deutliche Kritik an den Verzögerungen der Projekte gefallen lassen.

Das gilt besonders für das geplante Wohn- und Geschäftshaus am Lienhardplatz. Eigentlich sollte bereits der Rohbau des Gebäudes mit 5000 Quadratmetern Nutzfläche stehen. Doch durch Probleme mit Altlasten gestaltete sich der Abriss der maroden Häuser zwischen Lienhardstraße und Kaiserstraße aufwändiger als gedacht. Zudem fehlen nach Aussage von Ulrich Hort noch Genehmigungen. „Manchmal dauert es länger, das gehört zu Projekten dieser Größenordnung dazu“, sagt der Clees-Sprecher. Er stellt einen Baustart im Frühjahr in Aussicht. Bezüglich der Genehmigungen sei man in guten Gesprächen mit der Stadt.

Konkrete Informationen gab es zur gewerblichen Nutzung der geplanten Immobilie. Dort sollen vor allem Arztpraxen einziehen. Zur Kaiserstraße hin ist nach Aussage von Ulrich Hort eine große Apotheke vorgesehen. Das stößt bei den Vohwinkelern nicht unbedingt auf Begeisterung. Immerhin gibt es im Stadtteilzentrum bereits mehrere Apotheken. Grundsätzlich soll das Projekt mit einem Investitionsvolumen von rund acht Millionen Euro spätestens Mitte des kommenden Jahres abgeschlossen sein.

Dieser Zeitplan gilt auch für die Bebauung an der Kaiserstraße. Dort wird der Erhalt der alten Backsteinfassade des Gebhardgebäudes immer unwahrscheinlicher. Laut Clees Gruppe wären dafür sehr aufwändige Abstützungsmaßnahmen erforderlich, die den Verkehr auf der Kaiserstraße beeinflussen würden. Die Firma arbeitet daher an einem alternativen Vorschlag, dessen Optik der alten Fassade möglichst ähnlich sein soll. „Das muss allerdings die Vohwinkeler Politik entscheiden“, sagt Ulrich Hort. Weiterhin offen ist, wann die Bauarbeiten an der alten Post neben dem Bahnhof wieder aufgenommen werden können. „Es gab Unstimmigkeiten beim Brandschutz“, erklärt Hort. Hier sei die Clees Gruppe ebenfalls in konstruktiven Gesprächen mit der Stadt.