Lebenshilfe hofft auf Baubeginn noch in diesem Jahr

Lebenshilfe hofft auf Baubeginn noch in diesem Jahr

Im ersten Bauabschnitt entsteht auch eine neue Kindertagesstätte.

Es gibt viel abzustimmen. Sehr viel. Auf dem Gelände zwischen Sonnborner Straße und Kirchhofstraße plant Architektin Anja Schacht vom Planungsbüro GNA ein ambitioniertes Projekt. Behindertengerechte Wohnungen, Eigentumswohnungen, eine Kita, ein Quartierszentrum und ein Versammlungsplatz für Sonnborn sollen auf dem rund 7000 Quadratmeter großen Areal entstehen.

Das Projekt wird mit Lebenshilfe, evangelischer Kirchengemeinde und einer Baugruppe aus diversen Privatinteressenten gleich mehrere Bauherren haben. „In den kommenden zwei Wochen laufen Gespräche zwischen Lebenshilfe und Gemeinde, bei denen wir die Planung konkretisieren wollen“, sagt Schacht.

Die Lebenshilfe lässt keinen Zweifel daran, dass sie an einer zügigen Umsetzung interessiert ist. „Wir wollen das Projekt so schnell vorantreiben, wie es die Gesamtplanung erlaubt“, sagt Peter Plenker, Vorstand der Lebenshilfe. Sein Wunsch: „Ich hoffe, dass wir in diesem Jahr beginnen können.“

Nach jetzigem Stand wird das Projekt in mindestens drei Bauabschnitte unterteilt. Als Erstes will die Lebenshilfe ihr Wohnangebot für behinderte Menschen realisieren. Plenker erklärt: „Das wird kein weiteres Heim sein, sondern ein freies Angebot, bei dem behinderte und nicht behinderte Menschen unter einem Dach zusammenleben.“ Die Lebenshilfe plane, zwölf Menschen im betreuten Wohnen an der neuen Adresse unterzubringen. Geschätzte Investitionskosten für den ersten Bauabschnitt: sieben Millionen Euro. Für das gesamte Projekt rechnet Planerin Anja Schacht mit öffentlichen Fördermitteln aus unterschiedlichen Töpfen.

Zum ersten Bauabschnitt gehört auch die neue dreigruppige Kindertagesstätte, die genau im Winkel Kirchhofstraße/Sonnborner Straße entstehen soll und ebenfalls von der Lebenshilfe gebaut wird. Auch die Frage der Trägerschaft scheint geklärt. „Die Diakonie zeigt Interesse daran“, sagt Anja Schacht.

Im zweiten Bauabschnitt soll das Quartierszentrum entstehen, ein Ersatz für das heutige evangelische Gemeindezentrum an der Kirchhofstraße. Erst in einem dritten Schritt entstehen die Eigentumswohnungen der Baugruppe in zwei Häusern.

Das Herz des Gesamtprojekts, so Schacht, wird ein Quartiersplatz sein, der die Bauelemente miteinander verbindet und für alle Bürger offen stehen soll. An dieser Stelle schwebt der Planerin ein Pavillon oder gar ein Holzturm vor.