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Kunststation entwickelt sich zu einer zentralen Plattform

Kunststation entwickelt sich zu einer zentralen Plattform

Betreiber Eckehard Lowisch zieht nach den ersten zwei Jahren eine positive Zwischenbilanz.

Vohwinkel. Sie bleibt ein wichtiger Ort für den kulturellen Austausch. Die Kunststation im Vohwinkeler Bahnhof hat sich seit dem Start 2014 zu einer zentralen Plattform der Wuppertaler Kulturszene entwickelt. Die hochkarätigen Ausstellungen ziehen auch kunstinteressierte Besucher aus dem Rheinland und dem Ruhrgebiet an.

„Es läuft wirklich gut“, sagt Kurator Eckehard Lowisch. Er betreibt die Kunststation zusammen mit seiner Ehefrau Tine Lowisch. „Wir hatten in diesem Jahr durchgängig eine sehr positive Resonanz“, berichtet sie. Dabei gab es für die Besucher spannende künstlerische Einblicke. Den Anfang machten im Frühjahr Werke von Andreas M. Wiese. Die Ausstellung „Zu Den Leisen“ zeigte Bilder von Menschen und Räumen, sowie Objekte und eine exklusiv für die Kunststation angefertigte Arbeit. Im Sommer präsentierte dann Stefan Zöllner seine aufwendigen Multi-Media-Installationen. „Damit wurde das Potenzial der Räume ausgeschöpft“, freut sich Eckehard Lowisch. Hier befanden sich in alten Zeiten erst die Gepäckaufbewahrung des Bahnhofs und später ein Fotostudio. Zwei Jahre lang stand der Ort leer, wurde teils aber für Kunstobjekte genutzt. Eckehard Lowisch bemühte sich als einer der Hauptinitiatoren für die Durchführung regelmäßiger Ausstellungen. Ihn fasziniert der morbide Charme der Räume. „Die Atmosphäre hier ist einfach einzigartig und sehr inspirierend“, betont er.

Die Kunststation ergänzt sich zudem ideal mit den Aktivitäten des angrenzenden Bürgerbahnhofs. Dessen Team hatte sich auch an der Herrichtung der Ausstellungsräume beteiligt. Sie sind besonders für Künstler gedacht, die schon länger aktiv sind. „Es gibt viele Kollegen, die seit Jahren professionell arbeiten, aber es trotzdem schwer haben, Ausstellungsmöglichkeiten zu finden“, sagt Tine Lowisch. Sie und ihr Mann möchten gerade Künstler unterstützen, die ihre kreative Arbeit gegen alle Widerstände und Rückschläge fortgesetzt haben. Beide sind mit der regionalen und überregionalen Kunstszene gut vernetzt. Eckehard Lowisch ist selbst seit vielen Jahren Bildhauer und hat unter anderem die Skulpturen in den Nischen auf dem Bahnhofsvorplatz gestaltet. Mit dem Ende der aktuellen Ausstellung von Ralf Haun (siehe Infokasten) legt die Kunststation eine einmonatige Pause ein. Im Dezember ist dann noch ein „Kunst-Advent“ geplant. „Im nächsten Jahr wird es mit drei großen Einzelausstellungen und natürlich passenden Sonderveranstaltungen gewohnt spektakulär weitergehen“, verspricht Eckehard Lowisch.