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Jill: Noch keine Lösung für den Schulweg

Jill: Noch keine Lösung für den Schulweg

Vohwinkel. Wie kommt die kleine Jill zur Schule? Viele WZ-Leser nahmen Anteil am Schicksal des schwerbehinderten Mädchens und dem Transportproblem der Familie. Jill leidet unter Spina bifida, einer angeborenen Fehlbildung, die auch "offener Rücken" genannt wird.

Das Kind ist auf den Rollstuhl angewiesen, es muss täglich zur Schule gebracht werden. Jills Mutter Roswitha ist selbst körperlich eingeschränkt und kann nicht regelmäßig fahren. Ein Taxi wird von der Stadt nicht bezahlt.

"Ich höre von denen nur, man handele nach dem Gesetz", sagt Roswitha Föhles. In der ersten Woche nach den Herbstferien hat die Taxi-Zentrale Wuppertal die kleine Neu-Vohwinkelerin kostenlos zur Schule gefahren. Die vergangenen Woche habe Jill mit starken Beschwerden im Krankenhaus zugebracht, berichtet Roswitha Föhles. Bei Spina bifida leiden die Betroffenen je nach Schweregrad unter Lähmungen und den Auswirkungen des "Wasserkopfs" - Ansammlungen von Hirnwasser aufgrund gestörter Flüssigkeitsableitung. Jill ist mittlerweile wieder zu Hause.

Zurzeit hilft der Wülfrather Verein Wunschzettel und bezahlt den täglichen Taxiweg. Noch bis Ende November sei für den täglichen Schultransport gesorgt, "aber was danach ist, wissen wir nicht" sagt die Mutter. "Es gibt nach wie vor keine verlässliche Lösung -der Schulweg ist nicht gesichert." kas