Initiative freut sich über Förderung

Initiative freut sich über Förderung

Bürgerbudget: Spielplatz Waldkampfbahn erreichte den ersten Platz.

Vohwinkel. Riesig ist die Freude bei den Mitgliedern der Spielplatzinitiative Waldkampfbahn. Für die von ihnen vorangetriebene Sanierung der Spielfläche im Vohwinkeler Norden gibt es 50 000 Euro aus dem Wuppertaler Bürgerbudget. Das Projekt erhielt beim Wettbewerb der Stadt die meisten Stimmen. Ein toller Erfolg für die beteiligten Eltern, die sich schon länger für eine Verschönerung des stark vernachlässigten Spielplatzes an der Waldkampfbahn einsetzen.

„Es gab die Hoffnung, dass wir auf einem der vorderen Plätze landen, aber mit dem besten Abstimmungsergebnis haben wir nicht gerechnet“, sagt der Sprecher der Initiative, Bekir Cakin. Zuletzt rührten die Mitglieder unter anderem auf dem Vohwinkel-Tag kräftig die Werbetrommel. Das Engagement hat sich gelohnt. „Wir sind überglücklich“, betont Cakin. Er und seine Mitstreiter wollen jetzt mit der Stadt möglichst bald in die konkrete Planung gehen. Dabei soll entschieden werden, welche Spielgeräte angeschafft werden. Im Zentrum des Vorhabens steht der Ersatz für einen großen Spielturm. Dieser musste vor zwei Jahren abgebaut werden, da die Konstruktion nicht mehr standsicher war. Jetzt ist eine moderne Variante geplant. Auch die Kinder sollen Vorschläge machen. „Die haben bereits ihre Lieblingsspielgeräte gemalt“, berichtet Rebecca Metner von der Initiative. Alle Beteiligten hoffen, dass die Arbeiten im Frühjahr starten können.

„Die Perspektive für die Umsetzung ist sehr gut“, sagt Viola Wessler, Fachbereichsleiterin für Jugend und Freizeit bei der Stadt. 50 000 Euro seien für eine Grundsanierung ein realistischer Betrag, mit dem viel erreicht werden könne. Sollte noch Geld fehlen, wollen die Eltern bei der Sponsorensuche aktiv bleiben.

Wie berichtet, bietet der Spielplatz an der Waldkampfbahn derzeit einen recht trostlosen Anblick. Das weitläufige Gelände wirkt alles andere als einladend. „Der Spielplatz bietet ein großes Potenzial“, sagt Bekir Cakin. Er verweist auf die Ausdehnung des fast 5000 Quadratmeter großen Geländes. Zudem sei der Bedarf groß. „Im direkten Umfeld wohnen viele Kinder und Jugendliche, für die es ein vernünftiges Angebot geben muss“, findet Cakin. Mütter mit Kleinkindern hätten auf dem Spielplatz gar keine Möglichkeiten mehr. Das bestätigt Christian Heuer von der Diakonie Wuppertal. Er betreut die Angebote für junge Menschen im nahe gelegenen Jugend- und Begegnungszentrum an der Waldkampfbahn (Jubs). „Auf dem Spielplatz muss dringend etwas getan werden“, findet Heuer. Derzeit seien die kleineren Spielflächen der Wohnungsgesellschaften stark frequentiert und entsprechend überlastet.

Mehr von Westdeutsche Zeitung