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Hospizdienst sucht freiwillige Helfer

Hospizdienst sucht freiwillige Helfer

Die Arbeit des Vereins wird bekannter — dadurch steigt auch die Nachfrage.

Vohwinkel. Sie übernehmen eine verantwortungsvolle Aufgabe: Hospizhelfer betreuen todkranke Menschen und ermöglichen ihnen einen würdevollen Abschied. Außerdem stehen sie den Familien in der schwierigen Zeit des Sterbens und der Trauer bei. In Vohwinkel sorgt der Christliche Hospizdienst im Wuppertaler Westen für eine fundierte Ausbildung der Ehrenamtler.

Bisher beteiligen sich 32 Mitglieder des Vereins an der Hospizarbeit. Doch der Bedarf wächst und die personellen Kapazitäten reichen nicht aus. „Wir suchen dringend neue Helfer“, sagt Koordinatorin Christel Brinkmann. Die große Resonanz von Patienten und Angehörigen liege auch am steigenden Bekanntheitsgrad des Vohwinkeler Hospizdienstes. Seit mehr als zehn Jahren ist der Verein im Wuppertaler Westen aktiv. Dabei bemühen sich die Mitglieder auch darum, dass die Themen Tod und Sterben in der Gesellschaft nicht mehr tabuisiert werden — mit Erfolg.

Andererseits werde es immer schwieriger, der Nachfrage gerecht zu werden. Hinzu kämen geänderte Rahmenbedingungen wie etwa eine Zunahme von Palliativangeboten in Seniorenheimen. „Durch die begrenzte Zahl an stationären Hospizplätzen werden dort auch schwerkranke jüngere Menschen aufgenommen“, berichtet die Koordinatorin. Im vergangenen Jahr habe der Verein etwa eine 52-jährige Krebspatientin in einer Senioreneinrichtung betreut. „Diese Menschen brauchen unsere Hilfe besonders“, sagt Christel Brinkmann. Sie verweist darauf, dass der Einsatz für sterbende Menschen sehr erfüllend und keineswegs nur von Trauer geprägt sei.

Auf ihre Arbeit werden die Helfer sorgfältig vorbereitet. Außer der Ausbildung zum Hospizhelfer bietet der Verein Fortbildungen an. Wer nicht in der Sterbe- oder Trauerbegleitung tätig werden will, kann auch organisatorisch unterstützen. Der Verein betreibt zum Beispiel auch ein Trauercafé. „Menschen, die einen Verlust erleben, sehnen sich nach Personen, die einfach nur zuhören und mit denen sie Erfahrungen austauschen können“, sagt Christel Brinkmann. Das Trauercafé findet alle zwei Wochen montags in jeder geraden Kalenderwoche von 16.30 bis 18 Uhr in den Räumen des Hospizdienstes an der Gustavstraße 12 statt.

Mehr Infos per E-Mail unter brinkmann@christlicher-hospizdienst.de oder telefonisch unter 0202/278 15 08. ebi