Gutachten: 10000 Quadratmeter Verkaufsfläche für Vohwinkel

Gutachten: 10000 Quadratmeter Verkaufsfläche für Vohwinkel

Vohwinkel Über ein von der Stadt in Auftrag gegebenes Gutachten zum Einzelhandel berät am Mittwoch der Ausschuss für Stadtentwicklung.

Vohwinkel. Neues Wohnzimmer gefällig? Auf zum Möbelhaus Vohwinkel! Oder darf es vielleicht ein schickes Outfit sein? Dann lohnt ein Besuch im Bekleidungszentrum an der Kaiserstraße.

Einrichtungscenter, Modehaus - noch ist das Zukunftsmusik. Doch nach den Ergebnissen eines jetzt vorgelegten Gutachtens könnte beides möglich sein.

Wie viel Einzelhandel braucht der Wuppertaler Westen? Wie viel verträgt er? Das sind zentrale Fragen, die Verwaltung, Wirtschaft und Politik nicht erst seit der Dauerdiskussion um die geplante Randbebauung des Lienhardplatzes beschäftigen.

Als Grundlage für weitere Überlegungen zur Entwicklung des Stadtteilzentrums an Kaiser- und Lienhardstraße hat die Verwaltung ein Gutachten zur Prüfung der "städtebaulichen Verträglichkeit von zusätzlichen Einzelhandelsflächen" in Auftrag gegeben. Dessen Ergebnisse werden am kommenden Mittwoch vorgestellt.

Das Papier, das unter anderem Untersuchungsergebnisse zu Kaufkraft und Angebotsstruktur in Vohwinkel und den Nachbarzentren enthält, bescheinigt dem Wuppertaler Westen einiges Potenzial: Zwischen 5000 bis maximal 10000 Quadratmeter zusätzlicher Verkaufsfläche - je nach Art des Sortiments - werden dem Zentrum empfohlen.

Insbesondere im mittel- und langfristigen Bedarf, wozu Bekleidung, Spielwaren oder Unterhaltungselektronik gehören, sei die Kaufkraftbindung "durchaus steigerungsfähig", so das Gutachten. Darüber hinaus wird Vohwinkel ein Angebot mit Möbeln und Einrichtungsbedarf vorgeschlagen - wegen der Nähe zum Möbelhaus Ostermann in Haan allerdings mit anderem Sortiments-Schwerpunkt.

Nach der Zustimmung im Ausschuss soll die Ausarbeitung als Richtlinie für die weiteren Planungen im Stadtteilzentrum gelten. Dort gehört Investor Uwe Clees bereits der Komplex des ehemaligen Eislaufzentrums. Der Wülfrather gilt mit seinen als "Lienhard-Passage" bekannt gewordenen Plänen auch als aussichtsreicher Kandidat für die Randbebauung des Lienhardplatzes. Über den Verkauf der städtischen Fläche ist allerdings noch immer nicht entschieden worden.

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