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Gedenkstätte für verstorbene Kinder: Mit der Trauer nicht allein sein

Gedenkstätte für verstorbene Kinder: Mit der Trauer nicht allein sein

Die Gedenkstätte für verstorbene Kinder besteht seit zehn Jahren.

Vohwinkel. Trauer verjährt nicht. Das wissen Betroffene, das empfinden aber in besonderer Weise Eltern und Geschwister eines verstorbenen Kindes. Für sie gibt es seit zehn Jahren eine in dieser Art einmalige Gedenkstätte auf dem evangelischen Friedhof an der Vohwinkeler Ehrenhainstraße.

Der kleine Park neben der Friedhofskapelle soll trauernden Eltern Gelegenheit zur Stille geben, aber auch zum Austausch mit anderen Betroffenen. „Einen Ort der Erinnerung und der Begegnung“ hatten sich die Initiatorinnen um Pfarrerin Sylvia Wiederspahn von der evangelischen Kirchengemeinde beim Start 2003 gewünscht. Und die Erwartungen sind erfüllt worden, wie Sylvia Wiederspahn sagt: „Wir sind mit der Resonanz sehr zufrieden.

Die Besucher kommen aus Wuppertal oder von außerhalb, die einen haben ihr Kind bei der Geburt verloren, die anderen bei einem Unfall oder durch Krankheit. „Wichtig ist, dass man mit seiner Trauer nicht allein ist.“

Alljährlich im September wird seither der kleine Park mit dem Skulpturenensemble — steinerne Kindergesichter, geschaffen von Künstlerin Christiane Püttmann — zum Treffpunkt.

Am Sonntag, 15. September, ist es wieder soweit: Um 15 Uhr beginnt der Gottesdienst in der Kapelle, zu Gast ist diesmal der Schirmherr der Trauerstätte, Peter Hintze. Er hatte diesen besonderen Ort des Gedenkens vor zehn Jahren mit eingeweiht.