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Freibad hofft auf den ersten Gäste-Ansturm

Freibad hofft auf den ersten Gäste-Ansturm

Bislang lief die Badesaison in Vohwinkel nur sehr gemächlich an. Nun setzt der Förderverein auf das kommende Himmelfahrtswochenende mit Topwetter. Die Gelder sind nämlich weiterhin knapp.

Vohwinkel. Bisher ging es im Freibad Vohwinkel eher ruhig zu. Zwar gab es bereits schöne Tage, bei denen einige Badegäste im Becken planschten und die Sonne auf der Liegewiese genossen. Doch Regen und kühle Temperaturen sorgten zwischenzeitlich dafür, dass die Saison bisher nicht so richtig in Schwung kam. Das soll sich am langen Himmelfahrtswochenende gründlich ändern. Angesichts der sommerlichen Wettervorhersage dürfte es dann mit der Ruhe auf dem Freibadgelände vorbei sein. Bereits heute wird die Sonne wieder öfter zu sehen sein. Ab Freitag sind dann Höchsttemperaturen von fast 30 Grad möglich.

Die freiwilligen Helfer des Freibad-Fördervereins stellen sich daher auf viele Besucher ein. „Wir freuen uns riesig über diese Chance“, sagt Geschäftsführerin Michaela Keine-Weber. Sie hofft, dass dann der Knoten für die diesjährige Saison endlich platzt. „Wenn die Leute erst einmal da waren, kommen sie auch eher wieder“, sagt Kleine-Weber. Die Erfahrung zeige, dass besonders mehrere schöne Tage am Stück für viele Besucher sorge. Da seien gerade lange Wochenenden wie an Himmelfahrt wichtig. Das bestätigt auch ihr Kollege Sven Berge vom Vorstand. „Wir sind gut gerüstet“, sagt er. Die Vorräte wurden gerade aufgefüllt und auch an kalten Getränken und Eis soll kein Mangel herrschen. „Die Technik haben wir ebenfalls gerade überprüft“, berichtet Berge.

Er investiert wie seine ehrenamtlichen Mitstreiter eine Menge Arbeit in das Freibad. „Im Sommer kommen viele Familien mit Kindern, die sich nicht unbedingt einen Urlaub leisten können“, so Berge.

Nach dem Abriss des Vohwinkeler Hallenbades vor einigen Jahren bietet das Freibad die einzige Möglichkeit zum Schwimmen. Dass die beliebte Freizeiteinrichtung weiter besteht ist keine Selbstverständlichkeit. Seit fünf Jahren gibt es für die Unterhaltung keinerlei Mittel durch die Stadt. Die fehlenden Gelder müssen durch die Eintrittskarten sowie durch Spenden und Sponsoren aufgefangen werden. Im letzten Jahr beteiligten sich etwa der Vohwinkeler STV und das Dom Theater mit Spendenaktionen an der Unterstützung des Freibads. Das glich zum Teil die wetterbedingt durchwachsenen Besucherzahlen aus. Auch das anstehende schöne Wochenende soll dringend benötigte Einnahmen in die Kasse spülen. „Wir können eben nur von Jahr zu Jahr planen“, sagt Fördervereinsvorsitzender Stephan Pott.

Auch er steckt viel Zeit ins Freibad. Zu tun ist immer etwas. Für den Saisonstart mussten unter anderem die Grünflächen in Schuss gebracht und die Beckenfolie aufwendig gereinigt werden. Gerade waren die Mitglieder im Ruhrgebiet unterwegs, um möglichst günstig Geräte für den Kioskbetrieb des Freibadgeländes zu erwerben. Denn die Gelder sind nach wie vor knapp. So muss die Reparatur einer undichten Leitung am Babybecken noch bis zum Herbst warten. Immerhin gab es hier eine technische Beratung durch das Wuppertaler Gebäudemanagement bezüglich einer alternativen Zuleitung. „Damit wird die Reparatur deutlich günstiger“, sagt Stephan Pott.

Auch ein Ersatz für das abgerissene Spielschiff ist noch nicht in Sicht. Die Holzkonstruktion musste vor einiger Zeit weichen, da marode Teile eine Gefahr für die Kinder dargestellt hätten. Ein vergleichbares Spielgerät wäre sehr teuer. Ob die Finanzierung klappt liegt ebenfalls am Erfolg der diesjährigen Saison. Geplant sind zudem wieder einige Veranstaltungen, die bei den Besuchern in den letzten Jahren bereits gut ankamen.

Für weitere Synergieeffekte sorgt die Zusammenarbeit mit anderen Organisationen wie einer Tauchschule. Jeden Mittwochabend ab etwa 18 Uhr gibt es Schnuppertauchkurse. „Das wird gut angenommen und sorgt für zusätzliches Interesse am Freibad“, sagt Sven Berge. Am Wochenende können die Badegäste aber erst einmal ganz normal abtauchen. Die Abkühlung im Freibad sollten sich die Vohwinkeler nicht entgehen lassen. Damit sorgen sie auch dafür, dass die Zukunft des Badebetriebs gesichert bleibt.