Erfolgreicher Start im Trampolinpark

Der Betreiber muss sich gegen erste Kritik eines Arztes wehren — kontert diese jedoch gelassen.

Für Trampolinfans bleiben keine Wünsche offen. Bei „Crazy-Jump“ im Sportpark Vohwinkel können die Besucher in luftige Höhen abheben. Die riesige Halle bietet dafür jede Menge Möglichkeiten. Auf zwei Ebenen reihen sich 105 Sprunggeräte ganz unterschiedlicher Art aneinander. Auf Halfpipe-Trampolinen lassen sich etwa verrückte Kunststücke vollführen. Nebenan laden Basektballkörbe mit federnder Unterstützung auch Freizeitsportler zum Dunking ein.

Beim sogenannten „Dodgeball“ wird eine Art Völkerball gespielt. Dabei steht jedem Teilnehmer ein eigenes Trampolinfeld zur Verfügung, was für akrobatische Aktionen sorgt. Wer ganz hoch hinaus will, erreicht auf speziellen „High-Jump“ Trampolinen mit etwas Übung leicht mehr als vier Meter Höhe. „Die Leute sollen eben richtig Spaß haben“, sagt Thomas Drescher, Geschäftsführer der Sportpark Group.

Er freut sich über die bisherige gute Resonanz. „Es läuft super und die Leute sind begeistert“, berichtet Drescher. Bereits zur Eröffnung sei der Trampolinpark gut besucht gewesen. Auch danach verzeichnete das Team gerade am Wochenende volles Haus. Mit fast 5000 Quadratmeter Fläche ist die Anlage eine der größten ihrer Art in ganz Deutschland. In den Bau flossen 1,5 Millionen Euro. Dafür wurden die ehemaligen Tennis- Squash-, und Badminton Hallen am Vohwinkeler Standort zusammengelegt und aufwendig umgebaut.

„Wir wollten nach 29 Jahren etwas ganz Neues und Besonderes schaffen und dabei sehr konsequent sein“, erklärt Thomas Drescher das Konzept.

Für die Realisierung hat er mit einem deutsch-niederländischen Hersteller aus Deutschland zusammengearbeitet, der den Bau in fünf Monaten umsetzte. „Uns geht es darum bei den Besuchern einen Wow-Effekt zu erzeugen“, erklärt Chefplanerin Elisabetta Galluzzo.

Wer die Anlage zum ersten Mal betritt soll eben vor allem eins sein: Mächtig beeindruckt. Tatsächlich dürfte das umfangreiche Angebot bei vielen Gästen für Staunen sorgen. Sie können sich an einer Trapezschaukel in die Höhe schwingen und dann in ein Becken mit Schaumstoffelementen fallen lassen. Ein kompletter „Ninja-Parkour“ lädt zum Klettern ein. Für kleine Kinder zwischen zwei und sechs Jahren wurde ein separater Mini-Trampolinpark mit Rutsche und anderen Spielgeräten angelegt.

Allerdings gibt es auch Kritik an Crazy Jump. Der Wuppertaler Mediziner Detlev Will bemängelt aus seiner Sicht bestehende Sicherheitsprobleme. „Wegen des viel zu geringen Abstands müssen die unmittelbar an den Säulen auf Fundamentquadern liegenden Felder stillgelegt werden“, erklärt Will. Sonst sei es nur eine Frage der Zeit, bis erste Unfälle zu beklagen seien. „Trampolinspringen ist und bleibt gefährlich. Daher müssen für solche Anlagen die Sicherheitsaspekte ganz besondere Beachtung finden“, lautet das Urteil des Arztes.

Thomas Drescher wehrt sich gegen diese Kritik. „Unser Trampolinpark wurde nach den neusten Kriterien für Hallenspielplätze, Spielgeräte und Trampolin-Richtlinien gebaut und die gesamte Anlage wurde durch einen Sachverständigen abgenommen“, erklärt er. Ihm sei bewusst, dass jede Sportart ein gewisses Verletzungsrisiko mit sich bringe. „Daher schulen wir unsere rund 30 neuen Mitarbeiter seit Wochen sorgfältig, damit wir Verletzungen vorbeugen können“, sagt der Sportpark-Geschäftsführer.

Der Trampolinpark könne durch seine Größe und Zulassung mehr als 100 Springer gleichzeitig verkraften. Aus Sicherheitsgründen werde diese Zahl aber auf 80 Teilnehmer reduziert. Zudem dürfe jedes Trampolin nur von einem Springer genutzt werden. Zum Sicherheitskonzept bei Crazy Jump gehört auch, dass nur mit speziellen Stoppersocken gesprungen werden darf. Auch Gürtel und Schmuck müssen abgelegt werden.

www.crazy-jump.de

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