Ein Flohmarkt von Nachbarn für Nachbarn

Ein Flohmarkt von Nachbarn für Nachbarn

Trödler dürfen sich am 9. September wieder auf Stöbern in privater Atmosphäre freuen.

Vohwinkel. Hier haben Trödler kurze Wege. Beim Quartiersflohmarkt im Bereich Osterholz und Vohwinkeler Feld darf in direkter Nachbarschaft auf Schnäppchenjagd gegangen werden. Am 9. September findet die beliebte Veranstaltung bereits zum fünften Mal von 11 bis 15 Uhr satt. Dazu lädt die Diakonie Wuppertal im Namen der Stadtteilkonferenz ein. In privaten Vorgärten, Hauseingängen, Garagen und auf Autostellplätzen wird alles geboten, was Keller und Speicher hergeben. Bisher machen rund 50 Haushalte mit.

„Wir freuen uns über die bisherige Resonanz und wünschen uns natürlich weitere Teilnehmer“, sagt Hauptorganisator Christian Heuer. Er hatte vor fünf Jahren die Idee zum Quartiersflohmarkt. Durch einen längeren Aufenthalt in den USA lernte Heuer das Prinzip der Garagenverkäufe schätzen. „Die sind dort sehr verbreitet, während es so etwas bei uns nicht so häufig gibt“, berichtet der Veranstalter.

Der relativ kleine, aber feine Trödelmarkt will natürlich seinem großen Flohmarktbruder keine Konkurrenz machen. Vielmehr soll damit der nachbarschaftliche Gedanke gefördert werden. Die zeitliche Nähe zum Vohwinkeler Flohmarkt am 24. September ist eher eine Folge des Wetterpechs der letzten Jahre. Bisher fand der Quartiersflohmarkt immer Ende April statt. Pünktlich zum Aufbau der Stände öffnete der Himmel dann verlässlich seine Schleusen. „Wir hoffen, dass wir mit dem Termin im Spätsommer diesmal mehr Glück haben“, sagt Christian Heuer.

Getrödelt wird in den Straßen Wilhelm-Brockhaus-Weg, Erich-Lawatsch-Weg, Gottfried-Eschmann-Weg, Krutschscheider Weg, Achterbergweg Zur Spieckerswiese, Am Osterholz, Vohwinkeler Feld, Zur Waldkampfbahn, Willi-Hildebrand-Weg, Heinrich-Bammel-Weg und in der Gruitener Straße. Für den Flohmarkt gilt das Prinzip der Selbstorganisation und der Eigenverantwortung. Es ist kein Verkauf auf der Straße oder dem Bürgersteig erlaubt. Nur Privatgelände kann als Verkaufsfläche der persönlichen Gegenstände genutzt werden. Jeder, der Platz auf seinem Grundstück hat, kann mitmachen und Freunde dazu einladen. Beim Aufbau müssen allerdings die Rettungswege frei gehalten werden.

Da es sich um ein verkehrsberuhigtes Quartier handelt, werden mit dem Auto anreisende Besucher gebeten, äußerste Rücksicht auf Fußgänger zu nehmen. Fahrzeuge sollten möglichst im Bereich der Gruitener Straße geparkt werden, denn das Trödelangebot lässt sich am besten zu Fuß erkunden. Es werden weiterhin Anwohner gesucht, die beim Quartiersflohmarkt teilnehmen möchten. Dafür ist eine verbindliche Anmeldung per Mail bis kommenden Donnerstag erforderlich: cheuer@diakonie-wuppertal.de.

Eine Übersicht aller Teilnehmer erhalten Käufer und Besucher am Tag der Veranstaltung ab 10 Uhr im Jugend- und Begegnungszentrum (Jubs), Zur Waldkampfbahn 8. Beim Flohmarkt kann außerdem für den guten Zweck gespendet werden. Afrika Helferin Renate Mönninghoff backt Waffeln für die Unterstützung von Kindern in Namibia. Die Vohwinkelerin beteiligt sich bereits seit vielen Jahren an entsprechenden Hilfsprojekten. Gerade besuchte sie einen Kindergarten in Namibia und konnte dafür notwendige Güter organisieren. Demnächst will sie wieder nach Afrika reisen und sammelt dafür Spenden. Ihr Waffelstand steht zusammen mit der Spendendose am Haus Osterholz 130.

Mehr von Westdeutsche Zeitung