Ein Bierchen unter Nachbarn

Den traditionellen Fassanstich übernahmen Bezirksbürgermeister Heiner Fragemann und sein Stellvertreter Steffen Hombrecher.

Nichts geht über gute Teamarbeit. Das galt auch für den Fassanstich beim Nachbarschaftsfest auf dem Lienhardplatz. Bezirksbürgermeister Heiner Fragemann (SPD) und sein Stellvertreter Steffen Hombrecher (CDU) übernahmen die traditionelle Aufgabe gemeinsam. Nach drei festen Schlägen auf den Zapfhahn konnte das Freibier zur Freude der Zuschauer fließen.

Ein Bierchen unter Nachbarn

Beim fröhlichen Fest auf dem Lienhardplatz ließ sich das Festwochenende in vollen Zügen genießen. Organisiert wurde es wie immer von der Arbeitsgemeinschaft Vohwinkeler Vereine (AGVV). Auf dem zentralen Stadtplatz lockten an zwei Tagen zahlreiche Stände und ein buntes Bühnenprogramm. Dabei zeigten die Vohwinkeler Schulen, Kindergärten und Vereine, was sie können. Erneut stand die Veranstaltung ganz im Zeichen der Musik.

Ein Bierchen unter Nachbarn

Dafür hatte die AGVV eine extragroße Bühne organisiert. Schon am Samstag gab es Auftritte mit Bands, Tanzgruppen und den Chören. Das Programm wurde von Striekspöen-Frontmann Paul Decker schlagfertig moderiert. Am Sonntag beweisen dann junge Sänger und Nachwuchsgruppen ihr Talent. Die klangvolle Eröffnung übernahm wie immer der Orchesterverein Bayer Wuppertal unter der Leitung von Nils Powilleit. Auch das Musikprojekt der Realschule Vohwinkel erntete viel Applaus. Danach wirbelten die jungen Mitglieder der Hip-Hop Formation des Vohwinkeler STV über die Bühne. Die Showgarde der Prinzengarde stattete dem Nachbarschaftsfest ebenfalls einen Besuch ab. Polnische Stimmung verbreitete der SC Polonia.

Am Abend luden die Chöre im Westen zum beliebten offenen Singen ein. Außerdem gab es einen Auftritt der jungen Sängerin Lisa. Sie hatte im vergangenen Jahr den „The Voice of Vohwinkel“-Wettbewerb gewonnen. Ein absolutes Highlight war danach der Auftritt der Band Treibsand am Samstagabend. Auf dem Lienhardplatz tanzten die Menschen ausgelassen unter einem fast sternenklaren Himmel. Danach ging die Veranstaltung nahtlos in den Aufbau des Flohmarktes auf der angrenzenden Kaiserstraße über.

Am Sonntag spielte unter anderem das Wuppertaler Jugendorchester der Deutschen Bahn. Außerdem gab es Schlager und Schunkelpop mit Don Enzo und Kidd Hade. „Wir freuen uns riesig, dass alles so gut geklappt hat und dass das Wetter mitgespielt hat“, sagte AGVV-Vorsitzende Nicole Stöcker. Sie und ihre Mitstreiter hatten sich viel Mühe gegeben und das Programm bewusst sehr abwechslungsreich gestaltet. Für die Vorsitzende der Arbeitsgemeinschaft macht der Dreiklang aus Flohmarkt, Vohwinkel-Tag und Nachbarschaftsfest den Reiz des Festwochenendes aus.

Die AGVV besteht bereits seit rund 60 Jahren. Lange Zeit hatte sie auch den Vohwinkeler Flohmarkt organisiert. Einziger Wermutstropfen beim Nachbarschaftsfest waren die Auswirkungen der nächtlichen Zechgelage im nahe gelegenen Stationsgarten und auf dem Akzenta-Parkplatz. Dort wurde wieder lautstark und meist mit hochprozentigen Alkoholika gefeiert. Das sorgte nicht nur für viel Müll in Form von leeren Flaschen und Dosen.

„Einige Leute kommen auch stark betrunken auf den Lienhardplatz und bringen ihren Alkohol mit“, berichtete Nicole Stöcker. Das sorge für Probleme. Sie will für die künftigen Feste das Gespräch mit der Polizei suchen. Einsätze der Beamten auf dem Lienhardplatz gab es aber nicht.