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Die Tunnelsperrung sorgt für lange Umwege

Die Tunnelsperrung sorgt für lange Umwege

Kritik: Fußgänger ärgern sich über Schotterpiste. Ortsunkundige Fahrer landen immer wieder in der Irre.

Lüntenbeck. Geduld und Ausdauer benötigen derzeit die Bewohner der Lüntenbeck. Durch die Vollsperrung des dortigen Tunnels müssen sie seit vergangenem Montag lange Umwege in Kauf nehmen. Hintergrund sind Sanierungsarbeiten für die Nordbahntrasse. Die dafür erforderliche Tunnelsperrung an der Lüntenbeck wird laut Stadt voraussichtlich zehn Wochen dauern.

Die Siedlung kann in diesem Zeitraum mit Fahrzeugen nur von der Düsseldorfer Straße aus über den Lüntenbecker Weg erreicht werden. Für Fußgänger gibt es eine provisorische Trassenquerung am ehemaligen Haltepunkt Lüntenbeck. Diese führt vom nahe gelegenen Bürgertreff zum Weidehang und weiter zum Heuweg. Aufgrund der starken Steigung und des im Bereich der Trasse vorhandenen groben Schotters ist auf der Strecke allerdings eine gute Kondition gefragt. Ältere Menschen und Eltern mit Kinderwagen haben hier das Nachsehen. „Das ist ein unhaltbarer Zustand“, schimpft der Vorsitzende der Siedlungsgemeinschaft Lüntenbeck, Jürgen Müller. Er hat Verständnis für die Sanierung, fordert aber eine möglichst schnelle Verbesserung der Situation.

Nach Aussage des städtischen Abteilungsleiters für Verkehrsplanung, Rainer Widmann, sollte eine Begradigung des Schotters von der ausführenden Firma eigentlich bereits erfolgt sein. „Wir bedauern die Verzögerung und das wird so schnell wie möglich nachgeholt“, verspricht er. Ansonsten bleibe der Fußweg aber so wie er ist.

Die Busverbindungen in die Lüntenbeck enden während der Sperrung vor dem Tunnel an der Haltestelle Industriestraße. Aus- und Einsteigen ist ebenfalls an der Haltestelle im Bereich des Wendehammers möglich.

Kritik an der Verkehrsführung kommt auch von Autofahrern. „An der Einfahrt von der Düsseldorfer Straße zum Lüntenbecker Weg fehlt ein Schild, das auf die Sperrung hinweist“, ärgert sich Peter Hansen. Orts-unkundige Fahrer landen nach seiner Beobachtung immer wieder vor dem gesperrten Tunnel. Auch die Beschilderung für die Ausweichstrecke hält er für unzureichend.

Die Stadt will die Bürgerbeschwerden prüfen. Nach Aussage von Rainer Widmann gibt es zur Tunnelsperrung aber keine Alternative. „Wir sind gesetzlich dazu verpflichtet, dass die Nordbahntrasse nach Fertigstellung langfristig genutzt werden kann.“ Daher müsse die Sanierung jetzt erfolgen. Sie kostet rund 270 000 Euro und wird zum größten Teil aus den Fördergeldern für die Nordbahntrasse finanziert.