Jubiläum: Das Jub’s ist ein Ort der Begegnung

Jubiläum : Das Jub’s ist ein Ort der Begegnung

Vor 20 Jahren wurde die Einrichtung gegründet. Sie hat sich als Zentrum für die Jugend etabliert.

Es war Ende der 90er Jahre ein äußerst ambitioniertes Gemeinschaftsprojekt für Vohwinkel. Das Jugend- und Begegnungszentrum an der Waldkampfbahn (Jub’s) wurde als generationsübergreifender Ort des Austauschs konzipiert und prägt in dieser Funktion den Stadtteil bis heute. Das Finanzierungskonzept mit mehreren Trägern hatte als „Wuppertaler Weg“ damals Modellcharakter. Seitdem gab es zwar einige Umstrukturierungen und Kürzungen. Trotzdem bleibt das Jub’s für den sozialen Frieden im Quartier Osterholz unverzichtbar. Ende November soll der 20. Geburtstag des Hauses mit einem großen Fest gebührend gewürdigt werden.

Parallel feiert auch der im Jub’s beheimatete Verein Ladenkirche sein 25-jähriges Bestehen. Dessen Mitglieder hatten mit ihrem großen persönlichen Einsatz entscheidend zur Verwirklichung der Einrichtung beigetragen. Auch weiterhin unterstützen sie den Erhalt mit zahlreichen Angeboten. „Es gab hier überhaupt keinen Ort, wo man sich treffen konnte, selbst eine Gaststätte gab es nicht“, erinnert sich Elvira Richter an die Anfänge. Im sozial nicht unproblematischen Bereich mit 4000 Bewohnern – darunter mehr als 1000 Kinder und Jugendliche – sei das eine sehr problematische Entwicklung gewesen. In einem Ladenlokal an der Gruitener Straße schuf der Verein eine erste Begegnungsstätte. Mit gerade mal 60 Quadratmetern Fläche platzte diese allerdings bald aus allen Nähten. „Allein sind wir ganz schnell an unsere Grenzen gestoßen“, sagt Karl-Heinz Konnertz von der Ladenkirche. So entstand die Zusammenarbeit mit den weiteren Trägern.

Die Kürzungen sind auch am Jub’s nicht spurlos vorbeigegangen

Dabei beteiligten sich die Stadt und die Diakonie Wuppertal in Kooperation mit der Evangelischen Kirchengemeinde Vohwinkel. Gemeinsam gelang schließlich der Bau des Jub’s, der von der Gemeinnützigen Wohnungsbaugesellschaft (GWG) realisiert wurde. Die Kosten betrugen über eine halbe Million Euro. Gegenfinanziert wurde das durch einen langfristigen Mietvertrag. Seitdem ist viel passiert und auch die Kürzungen im Kinder- und Jugendbereich sind am Jub’s nicht spurlos vorbeigegangen.

Mittlerweile ist die Diakonie der einzige Träger der Einrichtung. Die Miete und der größte Teil der Personalkosten werden durch die Stadt finanziert. Auch die Kirchengemeinde ist noch mit einem Eigenanteil und Helfern im Boot. „Wir sind froh, dass wir die Angebote hier trotz aller Engpässe aufrechterhalten können“, betont Christian Heuer, Projektverantwortlicher der Diakonie für das Jub’s. Er betreut das Haus als einziger hauptamtlicher Mitarbeiter im Rahmen einer halben Stelle. Außerdem ermöglichen viele ehrenamtliche Helfer und private Sponsoren den Weiterbetrieb. Dazu gehört unter anderem der Lions Club Wuppertal Mitte.

Aktuell gibt es im Haus unter anderem eine Hausaufgabenbetreuung, ein offenes Spielangebot und eine berufliche Beratung durch einen Job-Coach. Außerdem nutzen Gruppen und Vereine die Räume für ihre Treffen. „Weitere Kürzungen wären allerdings fatal“, betont Heuer. In diesem Fall wäre der Weiterbetrieb der Einrichtung nach seiner Einschätzung kaum möglich. Um das zu verhindern, bleibt auch der Verein Ladenkirche aktiv. Er ist eine zentrale Anlaufstelle für Bildungsangebote, Veranstaltungen und gemeinsame Treffen. Die Ladenkirche Osterholz leistet dabei einen wichtigen Beitrag zum Miteinander. Der Schwerpunkt liegt auf Angeboten für Erwachsenen. Zum Programm gehört ein vielfältiges Programm mit regelmäßigen Englischkursen, Frauengruppen und Veranstaltungen wie der Pflanzentauschbörse und dem Adventsbasar. Mit den entsprechenden Einnahmen und weiteren Spenden wird die Kinder- und Jugendarbeit im Jub’s unterstützt.

Mehr Informationen über den Verein gibt es im Internet.