Dackelnrennen: Kleine Flitzer mit viel Persönlichkeit

Tierisches Vergnügen : Kleine Flitzer mit viel Persönlichkeit

Der Deutsche Teckel-Club richtete auf der erneuerten Anlage ein Dackelrennen aus.

Jordan ist heute in Topform. Sein Frauchen an der Ziellinie fest im Blick, spurtet der Rauhaardackel-Rüde mit wehenden Schlappohren los. In nur 6,8 Sekunden überwindet er die 50-Meter-Bahn und lässt sich für diese Glanzleistung genüsslich kraulen. Frauchen Ursula Mollemann weiß, was ihr kleiner Liebling gern hat, und spart nicht mit Streicheleinheiten. Mit dem Ergebnis ist sie sehr zufrieden. Derweil geht schon der nächste Zwergflitzer laut jaulend an den Start. Das beliebte Dackelrennen auf dem Hundeplatz an der Buchenhofener Straße war wieder ein Riesenspaß für Mensch und Tier. 60 Vierbeiner in sechs Altersklassen und ihre Besitzer beteiligten sich daran.

Ausgerichtet wurde das tierische Spektakel mit rund 120 Besuchern wieder vom Deutschen Teckel Klub (DTK) in der Ortsgruppe Wuppertal-Vohwinkel. Dabei war die Dackelbegeisterung bei allen Beteiligten deutlich zu spüren. „Das sind eben Hunde mit Persönlichkeit“, erklärt Vorsitzende Isabella Wontroba ihre Faszination für die kleinen, aber willensstarken Vierbeiner. Auch für die anderen Mitglieder sind diese etwas ganz Besonderes.

Wichtig sei allerdings Konsequenz auf Seiten der Besitzer. „Sonst erzieht der Dackel seinen Halter und nicht umgekehrt“, erklärt Wontroba. Dabei wissen die niedlichen Racker genau, wie sie Herrchen oder Frauchen um den Finger wickeln können. Wenn Schmusehündin Felice mit geübtem Dackelblick auf Kuschelkurs geht, schmelzen die Herzen der Tierfreunde nur so dahin.

Ein Herr kam mit seinem Liebling aus Montabaur angereist

Dreimal in der Woche wird auf dem Hundeplatz fleißig trainiert. Die Anlage an der Buchenhofener Straße bietet dafür ideale Voraussetzung. Dort ist auf 2500 Quadratmetern Fläche ein Paradies für Vierbeiner und ihre Besitzer entstanden. Unter anderem gibt es eine große Wiese mit verschiedenen Hindernissen, ein Blockhaus und sanitäre Anlagen. Rund 13 000 Euro hat der Verein in die Anlage investiert. Auch beim vergangenen Dackelrennen bot sich hier eine tolle Kulisse. Die bunte Veranstaltung widerlegte zudem ganz nebenbei das Klischee vom vermeintlich spießigen Dackelfan. Hier stand der Spaßfaktor im Vordergrund.

Zum Ansporn der Vierbeiner ließen sich die Halter einiges einfallen und lockten mit Leckerlis oder dem Lieblingsspielzeug. Kurt Deutschmann war sogar aus dem rund 140 Kilometer entfernten Montabauer angereist. „Ich wollte mir das mal anschauen“, berichtet er gutgelaunt. Sein Dackelrüde Manni lief gleich mit und erzielte mit zwölf Jahren gar kein so schlechtes Ergebnis. Danach war aber erst einmal eine ausgiebige Pause im Schatten angesagt. Dabei ließ sich der Seniordackel nicht stören. „Der hat auch einen ganz schönen Dickkopf“, weiß Deutschmann.

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